Unser Sauna-1-Mal-1 für die Herbstzeit – Saunieren in Mayrhofen.

Saunafeeling

Herbstzeit ist Saunazeit – jetzt wird wieder ordentlich geschwitzt. Doch welche Sauna passt zu dir? Die Finnische Sauna, die Biosauna oder doch das Dampfbad? Hier ist unser exklusives Sauna-1-Mal-1….

Der Besuch einer Sauna ist die optimale Abhärtung und Stärkung unseres Immunsystems. Gerade in der Zeit, wo die Nase gerne mal rinnt, hilft das Saunieren gegen nervige Erkältungskrankheiten. Auch wenn’s im Rücken zwickt und zwackt, tut ein Saunagang auf jeden Fall gut und entspannt die Muskulatur.

Was passiert da eigentlich in dem „meist“ gut riechenden Schwitzkasten?

Saunaofen

Der Saunaofen ist bereit Foto: Kristina Erhard

Im Prinzip versetzen wir unseren Körper in ein künstliches Fieber, da die Körpertemperatur während der „Schwitzphase“ auf bis zu 39 °C erhöht wird. Es passiert auch dasselbe wie bei einem echten Fieber – unsere Immunzellen, die für die Infektabwehr verantwortlich sind, werden damit so richtig in Schwung gebracht.

Und eine ganz wichtige Wirkung vor allem für die Damen unter uns: Saunabaden tut auch unserer Haut gut und verlangsamt die Hautalterung – also die perfekte Anti-Aging-Kur!

Saunatypen für jedermann und -frau.

Vor zwanzig Jahren war in unseren Breiten eigentlich nur eine Form der Sauna bekannt, nämlich die finnische und besonders heiße Variante des gesunden Schwitzens. In der Finnischen Sauna wird geschwitzt was das Zeug hält, das bei Temperaturen zwischen 90 und teilweise sogar 110 °C. Heute im Jahr 2016 gibt’s die verschiedensten Abwandlungen der Mutter aller Saunen. Wie etwa die russische Banja. Von den Temperaturen unterscheidet sie sich kaum von der Finnischen. Drei Mal darfst du raten, was wohl dann der Unterschied sein könnte? Richtig – bei den Aufgüssen wird unter anderem auch Wodka!!! auf die Steine des Saunaofens gegossen. Der – anscheinend – tolle Effekt: Kreislauf und Durchblutung werden bestens angeregt.

Aroma Enzian

Enzianaroma unser Geheimtipp Foto: Kristina Erhard

Das Ganze funktioniert aber natürlich auch mit alkoholfreien Flüssigkeiten wie ätherischen Ölen. Stimuliert die Sinne und entspannt den Geist. Kann ich bestätigen! Meine Empfehlung: Enzianöl.

Ein klassischer Saunagang dauert niemals länger als maximal eine Viertelstunde – da sind unsere Immunzellen dann schon bestens aktiviert. Also nach den 15 Minuten raus aus der Schwitzhütte und rein ins eiskalte Nass zum Abkühlen. Entweder unter der Dusche oder auf einen Kopfsprung ins Eisbecken – nur für die ganz Harten natürlich. Dann unbedingt ausruhen und nachspüren, bevor es in Runde 2 von 3 geht – 3 Runden pro Sauna sind so das optimale Allgemeinrezept.

Für diejenigen, die zwar gerne schwitzen, aber die finnische Sauna mit 100 °C einfach zu heiß finden, würde ich die sogenannte Biosauna empfehlen. Dabei handelt es sich um eine Niedrigtemperatursauna, die maximal 70 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 45 Prozent erreicht. Man schwitzt genauso, aber eben etwas entspannter.

Aufguss

Es kann aufgegossen werden Foto: Kristina Erhard

Zu wenig Luftfeuchtigkeit? Es geht noch mehr! Und zwar im Dampfbad, der Sauna für Genießer. Auch hier wird natürlich saftig geschwitzt, das allerdings bei maximal 55°C, dafür bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent. Kreislaufschonend und besser verträglich für die Atemwege. Allerdings ist Dampfbad nicht gleich Dampfbad – mit Kräutern beispielsweise kann der Dampfbadbesuch gleich noch einmal ordentlich gepimpt werden. Lavendel ist da so ein kleines Zauberkraut. Hilft vor allem bei Schlafstörungen, beruhigt und entspannt. Wobei ein Saunabesuch meiner Meinung nach so oder so die perfekte Schlaftablette ist – am Abend fällt man gut durchblutet, mit glatter, schöner Haut und einer gesunden Müdigkeit ins kuschelige Bett. Das Dampfbad ist aufgrund der niedrigen Temperaturen auch optimal für Saunaeinsteiger geeignet.

Aufguss!

Was den Saunagang, egal ob finnische Sauna, Biosauna oder Dampfbad, dann noch abrundet und unserer Haut besonders gut tut ist ein Honig- oder Salzaufguss.

Hier werden die Zutaten nicht so wie beim Wodka auf die Steine gegossen, sondern direkt auf unsere Haut geschmiert. Vor dem letzten Aufguss, wenn du also schon richtig geschwitzt hast, cremst du dich von Kopf bis Fuß entweder fest mit Salz oder Honig ein. Das zieht dann über die Poren tief ins Gewebe und macht die Haut glatt und geschmeidig – der Honig duftet vor allem sehr lecker.

So –  der Herbst kann kommen – rein in die Sauna, fertig, Feuer, losschwitzen!

Das Erlebnisbad Mayrhofen ist jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr geöffnet.

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