Schlegeis131 aus der Ich-Perspektive

Klettersteig am Schlegeis Staudamm.

Der weltweit erste Klettersteig in einer Staumauer befindet sich am Schlegeisspeicher in Ginzling. Die Tour durch den einzigartigen Eisenweg auf der 131 Meter hohen Talsperre beeindruckt auf eine außergewöhnliche Weise.

Vom Tal zur Talsperre

Von Mayrhofen ist die Staumauer etwa eine halbe Stunde entfernt. Doch schon die Zufahrt wird zu einer Erfahrung für sich. Die in die Felsen gestemmten Serpentinen zum 999 Meter hohen Bergdorf Ginzling sind eine erfrischend abwechslungsreiche Variante um zum Speicher zu gelangen. Der lange, rustikale und nostalgische One-Way-Steintunnel ist die andere Option und ebenso beeindruckend (Achtung: Einbahn mit Ampelregelung).

In Ginzling angekommen, führt der Weg über die Schlegeis Alpenstrasse zunächst zur Mautstation (€ 12 pro PKW) und einer Ampel, die im Fall einer kurzen Wartezeit die Möglichkeit gibt, die Natur vor der letzten Auffahrt noch ein wenig zu genießen. Vorbei an der Mautstelle Breitlahner geht es über ein einspuriges Straßenstück durch Wälder und Wiesen der Tiroler Bergwelt, ehe man am höchsten Punkt der Talsperre direkt an der Staumauer herauskommt.

 

Panoramablick bei der Anfahrt

Fahrt zum Staudamm in Mayrhofen

Ausblick vom Schlegeis131

 

Kurze Wege beim Schlegeis131

Stärkung an der Staumauer

In der Hütte am Fuße der Staumauer werden Kaffee, Snacks und Kuchen verkauft.

Praktisch: Das Ende der Bergfahrt bedeutet gleichzeitig den Startschuss für das Klettersteig-Abenteuer am Staudamm. Denn gleich neben der Auffahrtsstraße befinden sich der Parkplatz sowie alle wichtigen Punkte des Schlegeis131, mit:

     

  • Verleih & Gastro-Hütte
  • Startpunkt des Zustiegs
  • beide Ausstiege
  •  

Ist das Auto geparkt, muss nur mehr die Ausrüstung aus dem Kofferraum geholt werden und der Zustieg beginnt. Über einen Trail direkt vor der Staumauer geht es durch einen Waldabschnitt etwa fünf Minuten bergab, bis zum Fuß des Speichers, wo einen der Einstieg samt Info-Tafel empfängt.

Machbar für Jedermann

Die ersten der über 700 in die Staumauer gebohrten Tritte führen senkrecht nach oben. Eine gute Gelegenheit, sich mit der Exponiertheit der Mauer vertraut zu machen. Wer kontrolliert einen Schritt nach dem anderen setzt, wird mit den körperlichen Anforderungen kein Problem haben. Lediglich Schwindelfreiheit ist anzuraten.

Zum ersten „Wow-Effekt“ kommt man, wenn die Route nach rechts abbiegt und sich unter einem das „Nichts“ ausbreitet. Selten wird mit einem Klettersteig so ein beeindruckendes Gefühl verbunden! Der erste Teil des Schlegeis131 endet bei einer Plattform, auf der sich die Aussicht ins Tal genießen oder unkompliziert überholen lässt.

 

Kurz vor dem Abenteuer

Der Trail zur Staumauer

Schlegeis131

 

Die Qual der Wahl

Der nächste Abschnitt führt entlang des Regenverlaufs auf der Staumauer – im nicht überhängenden Bereich – bis zur nächsten Plattform. Alles bis hier hin entspricht der Schwierigkeit A/B. Für das letzte Stück lässt einem der Schlegeis131 die Qual der Wahl: die ursprüngliche Route (ebenfalls A/B) im leicht überhängenden Bereich bis zum rechten Ausstieg oder der direkte, schnellere und steilere Weg (Schwierigkeit C) senkrecht nach oben?

Einer der Gründe, den 200 Meter langen Klettersteig zweimal zu gehen!

Ausblick vom Schlegeis131

Die Belohnung: der herrliche Ausblick auf den Stausee.

Vom Schlegeis131 ins nächste Abenteuer

Egal für welchen Ausstieg man sich entschieden hat: Am Ende landet man immer auf der Staumauer und wird mit einem faszinierenden Ausblick über den See und die Bergwelt um den Hochfeiler belohnt.

Der Blick nach Italien begleitet einen die gut 100 Meter zurück zum Parkplatz. Wer noch nicht genug hat, geht den Klettersteig einfach noch einmal oder nutzt das umfangreiche Angebot direkt um die Staumauer: von Radtouren aufs Pfitscher Joch bis zur Wanderung auf die Olpererhütte oder dem Abstecher ins Klettergebiet kurz vor der Mautstelle. So oder so: Der Schlegeis131 ist eine Erfahrung, die einen besonderen Platz in der persönlichen Klettersteig-Geschichte finden wird.

Der Beitrag Schlegeis131 aus der Ich-Perspektive erschien zuerst auf Mayrhofen Magazin.

 

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