Bergsteigen im Zillertal auf 3 Ebenen

3 Ebenen Bergsteigen Zillertal

Bergsteigen und das Zillertal sind fest miteinander verankert. Kein Wunder, dass einer der beiden ersten Menschen, die den Mount Everest ohne Sauerstoff bezwungen haben, aus Mayrhofen stammt. Und ebenso wenig verwunderlich, dass viele Alpinisten hier ihr zweites Zuhause gefunden haben. Denn das Zillertal bietet mit drei unterschiedlichen Ebenen mehr Auswahl für Bergsteiger, als selbst Peter Habeler in einem Leben wahrnehmen könnte. Jede der drei Stufen hat ihre Eigenheiten, besonderen Reize und Anforderungen an die Ausrüstung. Alfons Hörhager, vom Salewa Store Mayrhofen, hat die Unterschiede zusammengefasst.

 

Ebene 1: Der Weg zur Hütte – Wandern im Almengebiet

Firetail-Mid-und-MNT-Trainer

Halbschuh oder knöchelchoch: Am untersten Level ist das Geschmackssache.

Hüttentouren, Weitwanderwege, die Genuss-Runde nach der Arbeit: Das unterste Bergsteiger-Level im Zillertal eignet sich für unkomplizierte Ausflüge in die Natur, als Training oder als „Arbeit“ für die herzhafte Brettljause auf der Alm.

Ausgesetztes Gelände spielt hier ebenso wenig eine Rolle wie Schnee und Eis. Oft sind die Wege im Almengebiet auch Teil des Zustieges zu einer anspruchsvolleren Route.

„Für die Ausrüstung gibt es hier am wenigsten Vorgaben. Wer gerne schneller unterwegs ist oder die Route als Training nützt, kann zu Halbschuhen greifen. Alle anderen sind mit knöchelhohen Modellen besser gegen Steine und Umknicken geschützt. Das liegt natürlich auch am Untergrund. Wichtig ist, dass die Schuhe eher weich in Flex und Torsion sind. Die Wanderung soll ja in erster Linie Spaß machen“, erklärt Alfons.

Tourenbeispiel: Berliner Höhenweg, Tour zur Alpenrose am Ahorn (1.389 m)

Ausrüstung: Halbschuhe oder knöchelhohe Schuhe, Wechselkleidung, kleiner Rucksack, Verpflegung, Erste Hilfe Set, Handy

Schuh: Salewa Firetail EVO oder MTN Trainer

Ebene 2: Berg- und Gipfeltouren

Salewa Crow GTX

Für Gipfeltouren: der Salewa Crow GTX.

Noch etwas mehr Motivation als die Brettljause bietet das Gipfelkreuz. Und davon hat das Zillertal jede Menge. Die zweite Ebene befindet sich zwischen den bewirtschafteten Hütten und dem Einstieg ins hochalpine Gelände. Also dort, wo Geröll und Felsen zunehmen, aber Eis und Schnee noch nicht die Wegbeschaffenheit dominieren. Die klassischen Routen führen zwischen 1.500 und 2.500 Höhenmeter von der Hütte zum Gipfel über einen anspruchsvollen Grat, auf leichte Gletscher oder eine hoch gelegene Schutzhütte.

„Was die Ausrüstung betrifft, ist hier deutlich mehr gefragt. Knöchelhohe Schuhe mit Steigeisentauglichkeit und einer stabilen Sohle sind ebenso anzuraten wie Wechselkleidung und Gore Tex in allen Bekleidungslagen. Wenn es über den Firngrad geht, braucht man eben besseres Material als bei einer Hüttenwanderung. Außerdem spielt hier die Planung mit dem Blick aufs Wetter eine wichtige Rolle. 3.000 Meter sind nicht gleich 3.000 Meter – es kommt immer auf den Berg und den Weg drauf an! Es gibt große Unterscheide zwischen einem Normalweg und der Nordkante. Infos zur Wetterlage gibt es beim Alpenverein oder bei der ZAMG sowie direkt bei uns im Store, so Alfons.

Tourenbeispiel: Schwarzenstein (3.369 m), Großer Löffler (3.379 m)

Ausrüstung: knöchelhohe Bergschuhe, Gore Tex Bekleidung in allen Schichten, Wechselkleidung, mittelgroßer Rucksack, Verpflegung, Erste Hilfe Set, Handy, Steigeisen für anspruchsvolle Touren

Schuh: Salewa Crow GTX

 

Firetail-in-Bewegung

Crow-in-Bewegung

Salewa-Ebene-3-Raven-GTX

 

Ebene 3: Der Gletscher

Raven-GTX-von-Salewa

Für die „harten Sachen“ wie Gletschertouren eignet sich der Raven GTX von Salewa.

Die Königsdisziplin für Bergsteiger im Zillertal. Nichts lässt sich mit einem Gipfelsieg am Gletscher vergleichen. Doch mit dem Schnee und Eis nehmen auch das Gefahrenpotential und die Packliste zu. Der hochalpine Bereich ab 2.500 Meter hat mit einer Hüttenwanderung nur mehr wenig gemeinsam.

„Nimmt man sich eine echte Gletschertour vor, kommt einiges auf einen zu, mit dem man vielleicht nicht gerechnet hätte. Eines sollte man immer bedenken: Im schlimmsten Fall geht man vom Sommer in den Winter. Wetterumschwünge können ab 3.000 Meter wirklich so intensiv sein, dass Handschuhe, Mützen, mehrere Gore Tex Lagen und Wechselkleidung definitiv im Rucksack landen sollten. Außerdem kann es zu Mixed-Klettereinlagen in mittleren Schwierigkeitsgraden kommen – Steigeisentauglichkeit ist für den Bergstiefel ein Muss! Oft führt kein Weg daran vorbei, sich an die Frontzacken zu stellen, um die Flanke zu überwinden. Die Schuhe sind dementsprechend knöchelhoch, sehr steif und haben einen hohen Flex, der sich im steilen Gelände auszahlt und eine Kletterzone in der Sohle“, so Alfons.

Sohle Raven GTX

Die Sohle des Raven GTX.

Tourenbeispiel: Hochfeiler (3.509 m), Großer Möseler (3.480 m)

Ausrüstung: Kletterzeug, Gore Tex Bekleidung in Schichten, Wechselkleidung, steigeisentaugliche Bergstiefel, größerer Rucksack, Steigeisen, Eispickel, Bohrhaken, Verpflegung, Erste Hilfe Set, Handy

Schuh: Salewa Raven GTX

 

 

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