Wettersturz im Gebirge? Einige Tipps für Bergsportler in den Mayrhofener Bergen

silhouette of people hiking up a mountain, set against a dramatic sky

Ein Wettersturz? Der Horror für jeden Bergsportler! In eine Schlechtwetterfront oder gar einem Wettersturz gefangen zu sein, gehört zum Schlimmsten was einem Sportbegeisterten in den Bergen passieren kann. Um dennoch für den „worst case“ gerüstet zu sein, lohnt es sich, einige Ratschläge zu befolgen und die richtige Ausrüstung dabei zu haben.

 

Snow Storm

Wettersturz im Gebirge?! Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich vieles vermeiden. Foto fotolia.com

Denn: Was gibt es schöneres als an einem schönen Herbsttag in die Mayrhofener Berge zu Wandern, entzückt von den kontrastreichen Farben des blauen Himmels und den gefärbten Blättern der Bäume. In größeren Höhen leuchten die schneebedeckten Gipfel der Zillertaler Alpen. Aber in den Bergen kann sich diese beschauliche Situation schnell ändern. Eine einbrechende Föhnfront bspw. kann sich in den Bergen schnell zum gefühlten Inferno entwickeln.

Wetterphänomene und Wetterfronten erkennen.

Eine gehörige Portion Wetterbeobachtung gehört deshalb zu jeder Tourenplanung dazu. Spezialisierte Seiten im Internet oder verschiedene Apps zum Download auf das Handy gibt es zur Genüge. Wer im Zillertal unterwegs ist tut gut daran sich bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik  (ZAMG) Tirol  über das Tageswetter zu erkundigen. Im Wetterradar Tirol kannst du sogar in Echtzeit aktuelle Niederschläge in und rund um Mayrhofen beobachten.

Spurenlese im Himmel.

Begeisterte Bergsteiger befassen sich auch mit Wetterphänomenen, die auf die weitere Entwicklung der Wetterlage hindeuten. Bei folgenden Wetterphänomenen ist stabiles Wetter zu erwarten:

Schleierwolken: Ein Anzeichen für stabiles Wetter

Schleierwolken: Ein Anzeichen für stabiles Wetter

  • Schäfchenwolken bzw. (vereinzelte) hohe Schleierwolken
  • Klare Fernsicht
  • Dunst und Nebel in Niederungen (Vorsicht: wenn diese aufsteigen)
  • Intensives Abendrot

Eine Schlechtwetterfront bzw. Unwetter ist bei diesen Merkmalen möglich und mahnt zur Vorsicht:

  • Kondensstreifen bleiben lange am Himmel stehen
  • Sichtverschlechterung durch Dunst
  • Zunehmender Wind
  • Schnell sinkender Luftdruck
  • Auftürmende Quellwolken (Gewitterwolken)
  • Kräftiges Morgenrot
  • Halo Effekt (Lichtkreis um Mond oder Sonne)

Wer sich intensiver mit dem Thema Wetter befassen möchte, dem sei das Buch „Bergwetter – Praxiswissen vom Profi zu Wetterbeobachtung und Tourenplanung“  von Karl Gabl empfohlen – dem Meteorologen, Berater unzähliger Expeditionen und Wetterpapst aus Tirol.

Was gehört aber in den Rucksack, um für den Fall der Fälle eines Wettersturzes in den Bergen gerüstet zu sein?

Im Herbst, wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, sind – neben der „normalen“ Wanderausrüstung – isolierende Funktionsjacken ständige Begleiter. Sie schützen in bergigen Höhen gegen Regen, Wind und auch Kälte. Eine Mütze und entsprechende Handschuhe nimmt der routinierte Berggeher auch gerne mit. Wichtige Utensilien sind die Stirnlampe und eine Thermosflasche mit Tee. Tee ohne Alkohol wärmt schnell klamme Hände und Gliedmaßen. Für längere Touren gibt es einige Ausrüstungsgegenstände, die in jeden Rucksack gehören. Für Freunde handyfreier Zonen ist zumindest ein Handy in der Gruppe ein Muss. Es erleichtert im Notfall die Situation maßgeblich. Neben einer Überhose sollte auch auf einen Biwacksack zurückgegriffen werden können. Diese Isolierschicht wirkt wahre Wunder, notgedrungen finden schnell drei bis vier erwachsene Personen darunter Platz. Ein Trick von Profis: ein Teelicht im Biwacksack entzündet, erwärmt die Hülle darunter zu angenehmen Temperaturen und lässt die Situation erleichtern. Wer noch Platz im Rucksack hat, kann sich Wärmepackungen für Hände und Füße zulegen. Der ausgewählte Fachhandel führt mittlerweile sogar Wärmewesten die prompt übergestülpt werden können. Die Fachhändler in Mayrhofen beraten euch gerne und geben euch weitere Tipps zur passenden Ausrüstung:

Tritt dennoch die Situation ein, dass man in Bergnot gerät, dem sei die App der Bergrettung Tirol empfohlen. Neben der Alarmierung ist durch das App eine genaue Standortbestimmung möglich.

Also liebe Bergsteiger, genießt die Touren rund um Mayrhofener Berge bevor der Winter seinen Mantel über die Gipfel zieht. Vielleicht erkennt ihr das ein oder andere Wetterzeichen?!

Macht ein Foto und schickt es auf die Facebook Seite des TVB Mayrhofen!

 

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