Chronik

Die Anfänge

Über die Art der Besiedlung des Zemmgrundes (Ginzling-Dornauberg) ist sehr wenig bekannt. Es sind auch keine Funde zu verzeichnen, nur am Tuxerjoch (Tuxertal) eine Bronzenadel. Wann sich hier die ersten Bewohner niedergelassen haben, ist nicht bekannt, ohne Zweifel hat dies, wie im Pfitschertal, schon vor längerer Zeit stattgefunden. Verschiedene Aufzeichnungen lassen auf eine frühe Besiedlung im Zemmtal schließen.

Laut einer Notiz im Tiroler Boten von 1874, S. 2238, hat man damals an einem Felsblock am Karlsteg hinter Mayrhofen eine Inschrift gefunden, die ein Fachmann als skandinavische Runen aus dem 11. Jahrhundert bezeichnete, heute weiß allerdings niemand etwas davon.

Im 13. und 14. Jahrhundert hatten verschiedene Grundherren auf den Almen Schwaighöfe angelegt. Einige die im Urbar von 1400 genannt werden und wie aus den Steuerkatastern des 18. Jahrhunderts hervorgeht, bildeten ab dem 17. Jahrhundert nicht mehr einen Haushalt, sondern sind nur noch als Asten und Almen zu einem Gute bewirtschaftet worden. Es sind dies im Zemmgrund die Schwaigen Leiten und Langau (im Urbar von 1607 Bl. 53 u. 163), die damals in der Gegend von "Günzling” genannt werden, später aber wieder zur Dauersiedlung mit dem Namen "Ginzling" werden.

Die ersten Siedler wahren wahrscheinlich Senner, die als Pächter in der Hütte ihres Bauern den Winter über dort hausten. Die meisten Besitze wurden als Asten bewirtschaftet und gehörten größtenteils auswärtigen Bauern. So sind auch heute noch einige dieser Dauersiedlungen nach den damaligen Besitzern benannt.

Die oben erwähnten Senner dürften über das Pfitscher Joch gekommen sein, denn sie trieben das Vieh auf die Almen. Die meisten dieser Asten wurden wohl von Einheimischen angekauft und so war es auch notwendig, dass um 1830 eine eigene Schule und eine eigene Kirche in Dornauberg (Zillertal, Tirol, Österreich) errichtet wurden.

Heute allerdings werden wieder verschiedene Höfe als Dauersiedlungen aufgelassen und teilweise als Asten oder Almen benützt (Floitenschlag oberhalb Ginzling, Anwesen Gruber, Bachl, Schlössl, Albl, Bruggerastl und Graschberg). Auch werden einige Almhütten von den Gästen im Sommer gemietet und als Wochenendhäuser ausgebaut und bewohnt.

Wie bereits erwähnt, wird Ginzling (Günzling) in den Urbaren um 1600 genannt. DORNAUBERG mit Schwaige Leiten erstmals um 1350. Der Name “Dornauberg” wäre daher der ältere und umfassendere für die Ortschaft Ginzling-Dornauberg, denn “Ginzling” war früher nur eine Aste (Gasthof Alt-Ginzling), “Dornauberg” aber der ganze Abschnitt des Zemmgrundes mit den dortigen alten Schwaigen und Asten.

Heute wird die Ortschaft meistens unter dem Doppelnamen “Ginzling-Dornauberg” geführt, aber eher wird noch “Ginzling” vorgezogen. (Poststempel, Schule, Forstamt.) Der Doppelnamen ist wohl auf die Jahre 1938 - 1945 zurückzuführen,
in welchen die damaligen deutschen Zollwachstellen eine Dienststelle “Ginzling” und die auf der anderen Seite des Zemmbaches gelegene Zollstelle “Dornauberg”
benannten.

Es ist auch durchaus möglich, dass das Zemmtal, "DER DORNAUBERG" einmal zum größten Teil zum Bauerngut " Großdornau " bei Finkenberg gehört haben könnte.

In Ginzling findet man Heute ein hervorragendes Gebiet für Klettern, Boldern, Wander, Biken, usw. Auch der Naturpark Zillertaler Alpen versucht mit geführten Wanderungen im Sommer die Natursport-Begeisterung aus jedem Besucher zu locken.
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