Verhalten im Notfall – Verhalten in den Skigebieten

Die weiße Pracht überzieht die Pisten des Zillertals, die klare Wintersonne lässt den Pulverschnee glitzern und unverspurte Pulverhänge laden zum Wedeln ein.

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Foto_Hubschrauber IV

Die weiße Pracht überzieht die Pisten des Zillertals, die klare Wintersonne lässt den Pulverschnee glitzern und unverspurte Pulverhänge laden zum Wedeln ein. Welcher Skifahrer packt bei solchen Bedingungen nicht gerne seine Skier und begibt sich auf die Pisten der Skigebiete im Zillertal. Gerade bei schönem Wetter tummeln sich tausende von Skifahrern auf den Pisten, und den ein oder anderen trifft die Unfallkeule und der Skitag endet leider allzu oft im Krankenhaus.

 

Die FIS Regeln als Straßenverordnung für Skifahrer

 

Skifahren birgt natürlich – wie viele andere Sportarten – ein gewisses Risiko. Damit das Risiko minimiert wird und im Notfall richtig gehandelt wird sind einige Regeln zu beachten, dann steht einem Skiurlaub nichts im Wege.

Der Internationale Skiverband FIS beschloss bereits im Jahre 1967 zehn Verhaltensregeln für Skifahrer, 2002 wurden dann auch die Snowboarder mitaufgenommen. Diese Verhaltensregeln gelten weltweit und nicht nur auf Skipisten und sollen wie in der gültigen Straßenverordnung Unfälle und gegenseitiges Gefährden vermeiden. Der oberste Grundsatz der FIS-Regeln lautet „Rücksicht“.

Unter diesem Link des Österreichischen Skiverbandes können die FIS Verhaltensregeln vollständig heruntergeladen werden.

 

www.oesv.at/vereinsservice/downloads/fisverhaltensregeln.php

„LAWINENGEFAHR“ heißt „LAWINENGEFAHR“ und „GESPERRT“ ist „GESPERRT“

Notfall Mayrhofen

Das „GESPERRT“ Hinweisschild wird bspw. aufgestellt wegen Absturzgelände oder anderer Gefahren für den Wintersportler Bild: Ekkehard Wimmer

Die Pisten in Mayrhofen sind bestens markiert und beschildert. Zwei Warn- und Hinweisschilder sind von besonderer Bedeutung. „STOP LAWINENGEFAHR“ und „GESPERRT“. Diese Schilder werden nicht zum Spaß angebracht. Der verantwortungsbewusste Skifahrer befolgt diese Maßnahmen. Das „GESPERRT“ Schild wird bspw. dort aufgestellt, wo Absturzgelände besteht oder andere Gefahren vorherrschen.

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, heißt es Ruhe zu bewahren und eine der Notrufnummern zu wählen. Die Pistenrettung in Tirol mit der 140 und den europaweiten Notruf mit der 112. Besonders zu empfehlen ist das Notfall App der Bergrettung Tirol www.leitstelle-tirol.at/Notfall-App.52.0.html.

Dieses App kann Tirol-weit eingesetzt werden. Bei Knopfdruck werden die Koordinaten des Standorts übermittelt und automatisch eine Telefonleitung zur Leitstelle hergestellt.

Notfall Mayrhofen

Notfall App der Bergrettung Tirol

Mit den 5 W´s zur schnellen Unfallmeldung

Die Leitstelle wird den Unfall bearbeiten, damit dieser Vorgang schnell abläuft, sollte die Notfallmeldung aus den 5 W Angaben bestehen:

  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Wo und wann ist es passiert?
  • Wie ist das Wetter am Unfallort?
  • Wer meldet den Unfall?

Der Unfallmelder sollte möglichst per Handy erreichbar bleiben. Die Rettungsleitstelle oder die Rettungskräfte haben evtl. Rückfragen und wollen möglichst schnell am Unfallort sein.

Notfall Mayrhofen

Ein richtiger Landeplatz und die Zusammenarbeit mit der Pistenrettung ermöglicht einen reibungslosen Abtransport Bild: Hannes Hornbacher

Mit den 6 Goldenen Regeln Hubschrauber einweisen leichtgemacht

Manchmal ist aufgrund der Gegebenheiten oder des beschriebenen Verletzungsmusters eine Hubschrauberbergung notwendig. Die Christophorus Flugrettung hat „6 goldene Regeln“ für eine Hubschrauber Rettung aufgestellt.

  1. Hubschrauber Einweisung mit beiden Händen nach oben
  2. Keine losen Gegenstände liegen lassen
  3. Augenkontakt zum Piloten
  4. Annäherung nur von vorn
  5. Annäherung nur von der Talseite
  6. Vorsicht bei langen Gegenständen wegen der Rotorblätter

 

Die genaue Darstellung findet ihr unter www.bergrettung.at/fileadmin/inhalte/alpintipps/verhalten_hubschraubereinsaetze/6_regeln_landung.pdf

Prävention und Achtsamkeit sind überhaupt gute Begleiter auf der Piste. Unfälle können passieren. Gewisse Regeln zu beachten und im Ernstfall das Wissen zu besitzen, um die richten Schritte zu tun, sind wichtige Stützen für den perfekten Skitag. Genießt die Schwünge am Penken und dem Ahorn, lasst euch vom bezaubernden Panorama der Zillertaler Bergwelt entzücken. Bei einem Gläschen mit der Familie und Freunden an der Après Ski Bar findet der Tag einen freudigen Ausklang. Viel Spaß auf den Zillertaler Pisten und „Hals und Beinbruch“!

 

 

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