Dein Freund, das Fahrrad – Pflege und Service nach der Sommersaison.

Radfahren ist in Österreich seit vielen Jahren eine, wenn nicht die beliebteste Sportart und Freizeitbetätigung, über 80 Prozent der Bevölkerung, also fast 6,5 Millionen Menschen, sind stolzer Besitzer eines „Drahtesels“. Auch rund um Mayrhofen gibt es unzählige Mountainbike-Strecken. Mit den Fahrrädern von früher haben die heutigen High-Tech-Geräte aber keine Ähnlichkeit mehr – egal ob Rennrad, Mountainbike oder „normale“ Straßenräder, bei allen Fahrradtypen kommen spezielle Materialien und hochentwickelte Technik zur Anwendung. Neben kauffertigen Topmodellen greifen auch viele Fahrer mittlerweile auf die Möglichkeit zurück, sich das gewünschte Rad mit individuellen Komponenten zu konfigurieren.

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Einfach mal putzen - am besten mit einer alten Zahnbürste. Foto: Wolfgang Suitner

Radfahren ist in Österreich seit vielen Jahren eine, wenn nicht die beliebteste Sportart und Freizeitbetätigung, über 80 Prozent der Bevölkerung, also fast 6,5 Millionen Menschen, sind stolzer Besitzer eines „Drahtesels“. Auch rund um Mayrhofen gibt es unzählige Mountainbike-Strecken. Mit den Fahrrädern von früher haben die heutigen High-Tech-Geräte aber keine Ähnlichkeit mehr – egal ob Rennrad, Mountainbike oder „normale“ Straßenräder, bei allen Fahrradtypen kommen spezielle Materialien und hochentwickelte Technik zur Anwendung. Neben kauffertigen Topmodellen greifen auch viele Fahrer mittlerweile auf die Möglichkeit zurück, sich das gewünschte Rad mit individuellen Komponenten zu konfigurieren. Um eine entsprechende Lebensdauer und Haltbarkeit  zu gewährleisten, sollte jeder Besitzer seinem Fahrrad vor der „Einwinterung“ eine solide Pflege angedeihen lassen, um die Radsaison im Frühjahr mit einem gut funktionierenden und einsatzbereitem Bike starten zu können.

 

 Wie es dazu kam.

Paul Davies, seines Zeichens britischer Mountainbike-Meister 1992 und seit nunmehr 22 Jahren im Bike-Business tätig, verweist auf die Notwendigkeit, sein Rad entsprechend auf die lange Steh- und Lagerzeit über die Wintermonate vorzubereiten: „Wer sich ein Top-Gerät im Wert von mehreren tausend Euro leistet, sollte unbedingt die erforderlichen Vorkehrungen treffen, um zum Beginn der neuen Saison keine böse Überraschung erleben zu müssen. Es wäre schade, soviel Geld in sein Rad zu investieren, um dann noch zusätzliche Ausgaben für Reparaturen und Ersatzteile tätigen zu müssen, die bei entsprechender Wartung und Pflege vermieden werden können.“

Mit den folgenden, gezielten Maßnahmen übersteht jedes Bike die Winterzeit, wofür sich jeder Besitzer die Zeit nehmen sollte:

Einfach mal putzen.

Im Vordergrund steht die Reinigung des Rades – die meisten Radfahrer haben zwar Halterungen für ihre Trinkflaschen montiert, beim Herausnehmen und Einstecken der Flaschen setzen sich aber immer  Spuren der Sportgetränke am Rahmen ab. Diese enthalten Salze, die  den Lack beschädigen können, wenn sie nicht entfernt werden und dauerhaft am Rahmen haften bleiben. Einen ähnlichen negativen Effekt riskieren jene Biker, die bis zum Winter im Außenbereich unterwegs sind und ihr Fahrrad dadurch mit Straßensalz  in Berührung bringen. Dadurch laufen vor allen die vielen kleinen, beweglichen Teile Gefahr, von Rost befallen zu werden.

Mittlerweile gibt es spezielle Fahrradreiniger, aber auch klares Wasser in Kombination mit einem Spülmittel bringt den gewünschten Erfolg. Vom Gebrauch eines Hochdruckreinigers rät Paul Davies ab: „Durch den Druck verschieben sich die Dichtungen, die um die Federgabel angebracht sind, wodurch Wasser eindringen kann.

Wichtig ist ebenso, das Rad komplett trocknen zu lassen oder auch trocken zu reiben und es  anschließend idealerweise mit einer Carbonpolitur zu versiegeln – der Lack wird es danken.“

 

Ein Sammelsurium an speziellen Pflegeprodukten. Foto: Wolfgang Suitner

Die Stoßdämpfer gehören gepflegt und der Spielraum überprüft. Foto: Wolfgang Suitner

 

Getriebe sollte gesäubert werden.

Essentiell ist auch die Säuberung des Getriebes, die ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld erfordert. Sowohl Kette wie auch Zahnräder und Zahnkranz sollten dabei gereinigt werden, am besten mit einer kleinen Bürste, wofür auch eine alte Zahnbürste verwendet werden kann. Dafür eignet sich ein Kettenreiniger, den man einwirken lassen sollte, im Anschluss den Schmutz wegschrubbt und dann mit klarem Wasser abspült.

Speziell bei der Lagerung des Rades in eher feuchten Kellerräumen ist das Ölen der Kette nach deren Reinigung wichtig. Auch die Schaltkomponenten sollten mit Silikonspray  behandelt werden, um den Eintritt von Feuchtigkeit zu verhindern.

 

Einfach mal putzen - am besten mit einer alten Zahnbürste. Foto: Wolfgang Suitner

Auch hier sollte eine kleine Bürste zum Einsatz kommen. Foto: Wolfgang Suitner

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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Kette ausgeleiert? Foto: Wolfgang Suitner

Neben der gründlichen Reinigung spielt auch die Kontrolle der einzelnen Teile eine wesentliche Rolle, mit der sichergestellt wird, dass verschlissene Komponenten gewartet oder bei Bedarf ausgetauscht werden:

Die Reifen sollten vor der Einwinterung auf eventuelle Risse oder Schlitze überprüft werden, auch die Vermessung der Kette sollte erfolgen, um feststellen zu können, ob diese ausgeleie

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Wie sieht es mit den Bremsbelägen aus? Foto: Wolfgang Suitner

rt ist. Hierfür gibt es ein handliches Messgerät, wenn dies in der Waage liegt, hat die Kette noch die nötige Spannung und ist voll funktionstüchtig.

Wesentlich ist auch die Untersuchung des gesamten Bremssystems – die Bremsbeläge müssen auf ihre Abnutzung gecheckt werden, wie auch die Stärke der Bremsscheiben gemessen werden soll, das angegebene Minimum sollte keineswegs unterschritten werden.

Ebenso wichtig ist der Austausch der Bremsflüssigkeit und die Entlüftung der Bremsen, um eine ausgezeichnete Funktionsfähigkeit und eine lange Lebensdauer garantieren zu können.

Lagerung ist nicht gleich Lagerung.

Was die Lagerung betrifft, so wird das Rad im Idealfall in waagrechter Position aufgehängt, um es bestmöglich zu entlasten. Ein Aufhängen ist auch senkrecht möglich, dies sollte aber unbedingt am Vorderrad erfolgen, wobei zu beachten ist, dass die Bremsen mit Kabelbindern fixiert bzw. angezogen werden, um zu verhindern, dass Luft ins das Bremssystem gelangt.

Sollte ein Aufhängen generell nicht möglich sein und das Rad über die Wintermonate am Boden stehen, so ist es maßgeblich, die Reifen entsprechend aufzupumpen und jeden Monat zu drehen. Um keine Verformung des Gummis zu riskieren, sollten die Reifen nicht auf derselben Stelle stehen.

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Auch die Schaltung muss gepflegt werde. Foto: Wolfgang Suitner

Als Extra-Tipp verweist Paul Davies auf die Wintermonate als Servicezeit: „Im Winter bieten die meisten Fahrrad-Spezialgeschäfte bestimmte Servicearbeiten an, sei es ein Ölwechsel oder ein Gabelservice. Unabhängig von den Arbeiten, die im Fachgeschäft durchgeführt werden, sind die oben genannten Pflegehinweise für jeden Radbesitzer individuell durchführbar – wer sein Rad liebt, der pflegt es!“

 

 

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