Hochgebirge zum Anfassen – unterwegs am Berliner Höhenweg

„Hochgebirge zum Anfassen“ verspricht der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen in seinen Informationsbroschüren. Wer am Berliner Höhenweg unterwegs ist, weiß was damit gemeint ist. Über acht Tage führt diese hochalpine Runde entlang des Alpenhauptkamms von Hütte zu Hütte.

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Berliner Höhenweg

„Hochgebirge zum Anfassen“ verspricht der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen in seinen Informationsbroschüren. Wer am Berliner Höhenweg unterwegs ist, weiß was damit gemeint ist. Über acht Tage führt diese hochalpine Runde entlang des Alpenhauptkamms von Hütte zu Hütte. Eine Tour, die meiner Frau Elke und mir einiges abverlangt hat, für die wir aber mit vielen grandiosen Augenblicken im Hochgebirge belohnt wurden und die dank der Trekking-Pauschale des Hochgebirgs-Naturparks schnell organisiert war.

 

Einer der ältesten Gletscher im Zillertal, das Hornkees

Einer der ältesten Gletscher im Zillertal, das Hornkees

Trekkingpauschale

Aus einem Artikel der Alpenvereinszeitschrift „Panorama“ hatte ich vor ein paar Jahren vom Berliner Höhenweg erfahren. Letzten Sommer haben wir die Tour dann in Angriff genommen. Während man sich bei anderen Höhenwegen die Informationen mühsam zusammensuchen und die Hütten einzeln kontaktieren muss, ist das beim Berliner Höhenweg viel einfacher. Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen bietet für den Höhenweg nämlich eine Trekking-Pauschale an. Hat man erst einmal auf die Website des Naturparks gefunden, sind es nur noch ein paar Klicks. Kaum hatten wir das Anmeldeformular im Internet ausgefüllt, hat der Naturpark schon mit uns Kontakt aufgenommen und sich um unsere Reservierung auf den Hütten gekümmert.

An alles gedacht!

Neben Übernachtung mit Halbpension umfasst die Pauschale auch Hüttentaxi- bzw. Busgutscheine, so dass bereits für den Start der Tour oder die Rückreise zum Ausgangspunkt vorgesorgt ist. Für uns hat das bedeutet, dass wir in Mayrhofen nur in den Bus einsteigen brauchten, um zum Startpunkt der Tour nach Finkenberg zu gelangen. Das Gutscheinheft wurde uns übrigens mit einer Wanderkarte und weiterem nützlichem Infomaterial bereits im Vorfeld der Tour per Post zugeschickt. Damit konnten wir uns schon zu Hause super vorbereiten.

Die prächtigste Schutzhütte in den Zillertaler Alpen, die Berliner Hütte

Die prächtigste Schutzhütte in den Zillertaler Alpen, die Berliner Hütte

Die Tour beginnt!

Von Finkenberg aus führte uns unser Weg dann in insgesamt acht Tagen von der Gamshütte über das Friesenberghaus, das Furtschaglhaus, die Berliner Hütte, die Greizer Hütte, die Kassler Hütte und die Karl-von-Edel Hütte in einem weiten Bogen durch den Hochgebirgs-Naturpark zurück nach Mayrhofen. Mein persönliches Highlight war dabei der vierte Tag – der Übergang vom Furtschaglhaus zur Berliner Hütte. Diese Etappe führt einen in rund 6 Stunden auf über 3.000 m. Mit dem Schönbichler Horn (3.134 m) ist da auch ein echter Aussichts-Gipfel mit dabei. Bei schönstem Bergwetter konnten wir uns eigentlich gar nicht satt sehen an der umliegenden Gipfelwelt mit Großem Möseler und Hochfeiler, dem höchsten Berg in den Zillertaler Alpen mit 3.509 m. Aber zum Glück wusste ich, dass mit der denkmalgeschützten Berliner Hütte unten im Zemmgrund ein weiteres Highlight dieser Etappe noch auf uns wartete.

Fazit einer außergewöhnlichen Urlaubswoche

Ob der Märchenwald unterhalb der Gamshütte, die Kaspressknödelsuppe auf der Olpererhütte oder die warme Dusche auf der Kasseler Hütte – viele Momente dieser Tour werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Allerdings waren wir nach der Woche am Berliner Höhenweg auch ziemlich erschöpft. Die Etappen waren oft anstrengend, das Gelände schwierig und voller Herausforderungen. Der Schlaf auf den Hütten war nicht immer so erholsam und das Wetter war auch nicht durchgehend schön. Trotzdem würden wir uns mit der Trekking-Pauschale jederzeit wieder auf den Weg machen, um die Zillertaler Bergwelt von ihrer schönsten Seite zu entdecken.

 

 

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