Presenting Zillertal: Das Tuxertal

Jedem Wintersportler ist das Tuxertal ein Begriff, denn Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet, der Hintertuxer Gletscher, ist dort zu Hause. Auch mir ist das Tuxertal bestens bekannt, habe ich doch längere Zeit dort gearbeitet und konnte Menschen und die Umgebung kennenlernen.

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Wollgras am Torsee im Tuxertal

Jedem Wintersportler ist das Tuxertal ein Begriff, denn Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet, der Hintertuxer Gletscher, ist dort zu Hause. Auch mir ist das Tuxertal bestens bekannt, habe ich doch längere Zeit dort gearbeitet und konnte Menschen und die Umgebung kennenlernen. Die schönsten Erinnerungen daran sind zweifelsohne die Bergtouren, dich ich im Tuxertal unternommen habe. Die drei tollsten Touren möchte ich euch hier nun vorstellen:

 

Olperer im Tuxertal

Der dritthöchste Berg der Zillertaler Alpen, der Olperer am Hintertuxer Gletscher Foto: Elisabeth Kröll

1. Bergtour auf den Olperer

Es war schlichtweg eines meiner größten Erlebnisse, die Bergtour auf den Olperer, der höchste Berg im Tuxertal. Mit seinen 3.476 Metern thront er über dem Hintertuxer Gletscher. Es war Sonntag, der 28. Juli 2013. Die Sonne zeigte sich von Beginn des Tages an und die Temperaturen schienen jenseits der 30 Grad Celsius zu klettern. Ein lieber Freund von mir, der bei der Bergrettung Tux ist, nahm mich an diesem traumhaften Sonntag mit auf den Olperer. Ich war nervös, freute mich aber zugleich auf diese großartige Herausforderung, denn ich bin zwar eine leidenschaftliche Klettersteig Geherin, aber mit dem alpinen Klettern habe ich noch nicht so viel am Hut gehabt. Nun gut, wir fuhren mit der Gletscherbahn 1 und 2 bis zum Tuxer Fernerhaus, dann gings weiter mit der 10-er Umlaufbahn bis zur Gefrorenen Wand. Von dort weg starteten wir unsere Tour über die Gletscherfelder zum Olperer. Je näher ich kam, desto mulmiger wurde mir beim Anblick des Berges und seine schroffen Felsen. Herbert, mein Begleiter, verstand es bestens, mich zu beruhigen und so stiegen wir die Nord-West-Wand rauf. Nach ungefähr zwei Stunden kamen wir am Gipfelkreuz an. Ich war überwältigt vom Anblick der Bergwelt, die mir zu Füßen lag, überwältigt, am Gipfelkreuz meines ersten 3000ers zu stehen und überwältigt von meiner eigenen Leistung.

 

Nord-West-Grad Olperer Tuxertal

Kletterei im Tuxertal

Gipfelsieg im Tuxertal

Gipfelkreuz am Olperer im Tuxertal

 

2. Sonnenaufgangswanderung zum Kreuzjoch

Die Berge haben etwas mystisches, besonders aber in den Morgenstunden. Mit einigen Freunden übernachteten wir auf der Höllensteinhütte in Tux. Um 3 Uhr früh war bereits Tagwache angesagt, denn unsere Sonnenaufgangswanderung führte uns auf das Kreuzjoch und die Aufstiegszeit beträgt ca. zwei Stunden. Mit Stirnlampen ausgestattet marschierten wir los. Es war still, wir waren schweigsam und stapften auf dem Wanderweg in Richtung Sonnenaufgang. Oben angekommen, begann sich bereits der Himmel zu verfärben – dunkelblau, violett, dunkelrot, orange…. und hier war sie! Die Sonne blitzte zwischen den Bergspitzen hervor und stieg immer höher und höher. Was für ein majestätischer Anblick es war. Nach dem Abstieg genossen wir noch ein deftiges Frühstück in der Höllensteinhütte und gingen anschließend ins Tal.

 

Sonnenaufgang im Tuxertal

Höllensteinhütte im Tuxertal

Edelweiß im Tuxertal

 

Grübelspitze im Tuxertal

Die Grübelspitze ist für alle Wanderer leicht über die Eggalm zu erreichen
Foto: Elisabeth Kröll

3. Tageswanderung Grübelspitze – Ramsjoch – Torsee – Nasse Tuxalm – Vorderlanersbach

Eine gemütliche Wanderung plante ich vor ein paar Jahren bei nicht gerade bestem Wetter. Dennoch trieb es mich in die Natur und ich fuhr mit der Eggalmbahn in Tux-Lanersbach hinauf auf 2.000 Meter. Von dort ist es nur ein Katzensprung zur Grübelspitze, die in einer Stunde erreicht wurde. Es war mir doch etwas zu wenig Leistung, so entschloss ich, auf das Ramsjoch zu gehen. Dort steht das Stammgästekreuz, das die Tuxer Bevölkerung den Stammgästen zu Ehren dort aufstellte. Der Abstieg erfolgte im Anschluss zum Torsee – auf der anderen Seite des Ramsjoch. Das Flair am Torsee ist besonders. In südlicher Richtung reckt sich die Torwand in Richtung Himmel, in nördlicher Richtung zieht sich der Torsee bis zum Horizont, als wäre es ein Infinity-Pool. Dahinter klaffen die Zillertaler Berge in die Höhe. Ein atemberaubender Anblick, der zum Verweilen einlud. Nach einer ausführlichen Jause, die ich mir mitnahm, machte ich mich auf den Weg ins Tal nach Tux-Vorderlanersbach. Über Almwiesen zur Nassen Tux-Alm geht es bis ins Tal. Bei dieser Wanderung sollte keinesfalls auf eine Jause und Getränke vergessen werden, denn von der Bergstation der Eggalmbahn bis zu den Geislerhöfen gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Zahlreiche weitere Wanderungen wie der Moorlehrpfad von Finkenberg nach Vorderlanersbach oder eine Wanderung vom Sommerberg in Hintertux durch das Weitental bis nach Hintertux wären hier nun erwähnenswert – darüber aber ein anderes Mal!

 

 

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