Das kleine Freeride Einmaleins für Mayrhofen

Beim Blick aus dem Fenster kribbelt es schon in Fingern und Füßen: Es hat geschneit, der Tag ist noch jung, die Hänge unbefahren...
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Beim Blick aus dem Fenster kribbelt es schon in Fingern und Füßen: Es hat geschneit, der Tag ist noch jung, die Hänge unbefahren. Aber Halt: Einfach aus der Tür zu stürmen und sich ganz und gar dem Schnee hinzugeben, entbehrt dem Freeride-Einmaleins. Was das ist? Eine Anleitung zur Vorbereitung und Sicherheitsmaximierung vor einer Freeride-Tour.

 

Punkt 1: Der Rucksack

 

Freeride Mayrhofen

Ein guter Freeride-Rucksack verfügt über genug Platz, einen Rückenprotektor und ein Lawinen-ABS-System. Foto: Socialweb

Ein guter Freeride-Rucksack hat zumeist drei Features: Er ist leicht, er bietet Platz für jegliche Ausrüstung und er ist mit einem Lawinenairbag-System und einem Rückenprotektor ausgestattet. Der beste Rucksack ist aber grundsätzlich immer der, den man nicht spürt – das ist natürlich ein sehr subjektives Empfinden. Ein definitiver Bonus ist ein Skitragesystem für längere Tragepassagen. Und die sollte man bei einer Freeride-Tour in den Zillertaler Alpen definitiv einplanen.

Punkt 2: Erste Hilfe Package

 

Freeride Mayrhofen

Auch wenn es nur ein kleiner Cut ist: Ein Erste Hilfe Package gehört bei jeder Tour dazu. Foto: Socialweb

Natürlich will sich niemand vorstellen, dass bei einer Pulvertour etwas passieren könnte. Dennoch: Ein Notfall-Set für kleinere Verletzungen sollte unbedingt in den Rucksack – sei es nur, weil man sich an den Skikanten in den Finger geschnitten hat. Eine Rettungsdecke Unterkühlungen herauszögern, ein Taschenmesser gehört zur Standardausrüstung – und wenn man es nur zum Speck-Schneiden verwendet.

Punkt 3: Eine Landkarte

 

Freeride Mayrhofen

Eine Landkarte braucht keinen Akku und zeigt wichtige Geländestufen an. Foto: Socialweb

Richtig gelesen: Wir empfehlen eine Landkarte. Wieso? Nun ja, vielleicht erinnert ihr euch, wie oft euch während der letzten Kältewelle der Handyakku ausgegangen ist? Eine Landkarte lässt sich immer ausbreiten, zickt nicht rum und liefert viel ausführlichere Informationen als google maps und co. Landkarten bekommt man auf Tankstellen, in Buchgeschäften und Souvenirläden, auch die Touristeninformation verkauft Landkarten der Region. Also gelten auch hier keine Ausreden.

Punkt 4: Ein Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz „Pieps“

 

Freeride Mayrhofen

Ein LVS-Gerät ist im freien Gelände unerlässlich. Foto: Socialweb

Nach 15 Minuten unter dem Schnee sinkt die Überlebenschance eines Verschütteten drastisch. Soviel zu den Hardfacts. Das elektronische Suchgerät verfügt über einen Sende- und Suchmodus. Heißt: Der Pieps ist um deinen Oberkörper gebunden und sendet Signale aus. Solltest du verschüttet sein, dann kann man dich mit der Suchfunktion eines anderen Suchgeräts orten. Einen Pieps sollte man immer und unbedingt mit vollen Batterien dabei haben und zwar nicht im Rucksack, sondern am Oberkörper. Angeschaltet, versteht sich. Wer nicht weiß wie man ein LVS-Gerät bedient, sollte jedoch vor seinem ersten Freeride-Einsatz einen Lawinenkurs besuchen.

Punkt 5: Schaufel und Sonde

 

Freeride Mayrhofen

Man sollte nicht nur gefunden werden, sondern auch suchen und graben können: Eine Sonde und eine Schaufel ist dafür notwendig. Immer. Foto: Socialweb

Ein Lawinenpieps mach ohne Schaufel und Sonde im Rucksack zwar Sinn für einen selbst, jedoch nicht um andere Verschüttete zu bergen. Deswegen gilt auch hier: Schaufel und Sonde gehören in den Rucksack.

Punkt 6: Handschuhe und Brille

 

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Kälte und Sicht: Dagegen helfen die richtigen Brillengläser und ordentliche Handschuhe. Foto: Socialweb

Was selbstverständlich klingt, wird mitunter gerne vergessen: Handschuhe sind nicht gleich Handschuhe. Gerade wenn man einige Tragepassagen miteinplant, lohnt es sich leichte Aufstiegshandschuhe für einen festen Griff um die Skistöcke mitzunehmen. Auch bei den Skibrillen gibt es mittlerweile Modelle, bei denen man die Gläser je nach Intensität des Lichts und Wetterbedingungen austauschen kann. Das empfiehlt sich vor allem bei schlechten Sichtbedingungen. Wie oft ist es euch schon passiert, dass ihr die Konturen des Hangs oder der Piste nicht mehr klar erkennen konntet? Eben! Die richtigen Brillengläser verschaffen dabei Abhilfe.

Punkt 7: Der Notfall-Riegel

 

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Einen Müsliriegel, eine Banane oder Nüsse sollte man ebenfalls immer im Rucksack haben. Foto: Socialweb

Ein Müsliriegel ist nicht nur ein kleiner Snack für zwischendurch, sondern ein ausgesprochen wichtiger Begleiter auf einer Freeride-Tour. Denn der Hunger oder auch der „Unterzucker“ am Berg ist nicht nur ein störendes Gefühl, sondern kann mitunter gefährlich sein. Ein ordentlicher Energieriegel kann dir da den notwendigen Kick geben um sicher abzufahren. Wer keine Riegel mag: Nüsse und Bananen, sowie ein gezuckerter Tee haben eine ähnliche Wirkung.

Ist der Rucksack nun gepackt? Perfekt – dann ab auf den Berg. Rund um Mayrhofen findet ihr einige tolle Freeride-Touren, z.b.: im Großen Horbergtal.

Der Beitrag Das kleine Freeride Einmaleins für Mayrhofen erschien zuerst auf Mayrhofen Magazin.

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