Skitouren: Jetzt aber richtig – Was dabei wichtig ist!

Die Aufwärmphase ist vorüber, sportlicher Höchstleistungen werden nicht nur wahrscheinlicher, sondern sind auch notwendig um alpine bis hochalpine Skitouren zu gehen.
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Die Aufwärmphase ist vorüber, sportlicher Höchstleistungen werden nicht nur wahrscheinlicher, sondern sind auch notwendig um alpine bis hochalpine Skitouren zu gehen. Natürlich sind dabei Lawinenkenntnisse und entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt, von halbherziger Vorbereitung wird dringend abgeraten. Trotzdem oder gerade deswegen: Skitouren rund um Mayrhofen sind nicht nur ein spektakuläres Erlebnis, sondern auch ein ganz persönliches Erfolgserlebnis. Damit man diese Touren auch genießen kann, fass wir zusammen was – neben der Wetter- und Lawinenplanung – für eine alpine Skitour in den Zillertaler Alpen wichtig ist: Skitechnik, Aufstiegstechnik und richtig abfahren.

 

Skitouren Mayrhofen

Wer sich mit letzter Kraft den Berg hinauf schleppt, der sollte lieber frühzeitig umkehren. Foto: Kristina Erhard

Gute Skitechnik

Die Zillertaler Alpen zählen zum Alpenhauptkamm und erstrecken sich vom Tiroler Wipptal bis zur Einmündung der Krimmler Ache in Salzburg. Viele bekannte Gipfel wie der Hochfeiler, der Olperer, der Turnerkamp oder die Hochfernerspitze sind knapp 3500 Meter hoch. Vor allem im Frühjahr macht sich der geübte Skitourengeher auf um solche Höhen zu erklimmen, meist Touren die mehr als tausend Höhenmeter Aufstieg beinhalten. Deswegen sollte man neben der grundlegenden, kraftschonenden Gehtechnik auch gut Skifahren können, um im freien Gelände zurechtzukommen. Dies dient auch der eigenen Sicherheit: Gerade nach dem oft kräftezehrenden Aufstieg muss man noch sicher ins Tal zurückkommen, denn im freien Gelände kann man nicht so schnell mit Hilfe rechnen. Dazu braucht es eine richtige Einschätzung der konditionellen Anforderungen: Wer sich mit letzter Kraft den Berg hinauf schleppt, der sollte lieber frühzeitig umkehren. Denn Abfahrten durch schwieriges Gelände, tiefen Schnee oder harschigen Untergrund erfordern eine Menge Konzentration und Kraftausdauer – wenn man diese nicht mehr aufbringen kann, bekommt man Probleme.

Kräftesparende Aufstiegstechnik

Skitouren Mayrhofen

Wer „richtig“ aufsteigt, kommt kräftesparender zum Ziel. Foto: Kristina Erhard

Rauf kommt man immer, sagt man so schön. Ganz so einfach ist es nicht mit Ski und Fellen an den Beinen. Trotzdem: Die Aufstiegstechnik beim Skitourengehen ist im Grunde nicht schwer zu erlernen, denn sie entspricht fast dem normalen Gehen ohne Ski. Der kräftezehrendste Fehler dabei ist es, das Bein zu heben anstatt zu „schieben“. Optimal geht dies, wenn man die Ski in Hüftbreite führt und die Schrittlänge an die Steigung anpasst. Wenn es steiler wird, verwendet man die Aufstiegshilfen der Bindung und – wichtig – die Stöcke für das Gleichgewicht und zur Kraftunterstützung. Dem einen Leid, dem anderen Freud’: Ein weiteres Grundelement des Skitourengehens stellt die Spitzkehrentechnik dar, die man unbedingt und ausnahmslos in jedem Gelände beherrschen sollte. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine Spitzkehre beherrscht, sollte lieber nochmals üben gehen, anstatt sich in das freie Gelände zu wagen. Neben der Tatsache, dass man bei richtiger Technik enorm Kraft sparen kann, stellt die Spitzkehre auch einen wesentlichen Sicherheitsaspekt dar – abrutschen sollte man auf den Berghängen der Zillertaler Alpen nämlich nicht. Die Spitzkehre kommt dann zum Einsatz, wenn das normale Bogentreten oder Kurvengehen zur Richtungsänderung nicht mehr möglich sind – zumeist, weil es zu steil wird. Man möchte die Richtung wechseln und weiß nicht wie. Grundsätzlich ist es so: Man nimmt eine möglichst solide Standposition ein und stabilisiert den Körper seitlich mit den Stöcken. Dann wird der bergseitige Ski nach vorne-oben geführt, der Fuß zum Berg gedreht, die Skispitze so in die neue Richtung geführt. Nun muss man das Gewicht verlagern um den talseitigen Ski zu entlasten, damit er nachgesetzt werden kann. Und nicht abrutschen…

Skitouren Mayrhofen

Geübte Fahrkenntnisse im freien Gelände sind das Um und Auf für eine alpine Skitour. Foto: Kristina Erhard

Richtig abfahren

Fortgeschrittene Kenntnisse beim Skifahren abseits der Piste sind ein Muss für alpine Skitouren. Dabei ist der Pulverschnee noch die geringste Problematik: Besonders im Bruchharsch und in zerfahrenem, buckligem Gelände muss man den Untergrund sensibel erfühlen können und seine Körperlage auf den Ski anpassen. Im Gelände ist wichtig, mit einer gleichmäßigen Belastung der Ski zu Werke zu gehen, sanfte Bewegungen zu machen und insgesamt mit einer höheren Körperspannung unterwegs zu sein als auf einer planen Piste. Ganz einfach: Tempokontrolle, Spuranlage, Tempowahl, Rhythmus und eine stabile, tiefe Körperposition sind bei der Skitechnik im Gelände so aufeinander abzustimmen, dass man jedes Terrain meistern kann.

Unsicher?

Wer gerne würde, aber meint, er kann nicht, ist bei einem Berg- oder Skiführer gut aufgehoben. Die Ski- und Alpinschulen in Mayrhofen bieten nicht nur geführte Skitouren an, sondern auch Techniktraining und Lawinenkurse.

Der Beitrag Skitouren: Jetzt aber richtig – Was dabei wichtig ist! erschien zuerst auf Mayrhofen Magazin.

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