Tipps bei Radpannen: Reparieren leicht gemacht

Wer hat nicht schon einmal bei einer ausgedehnten Radtour mit einer Panne zu kämpfen gehabt? Ob Platten, Kettenriss oder abgefahrene Bremsbeläge – mit der richtigen Technik und dem passenden Werkzeug kann die Radpanne leicht behoben werden.

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Tipps bei Radpannen

Vom Radreifen flicken bis zum Kettennieter

Wer hat nicht schon einmal bei einer ausgedehnten Radtour mit einer Panne zu kämpfen gehabt? Ob Platten, Kettenriss oder abgefahrene Bremsbeläge – mit der richtigen Technik und dem passenden Werkzeug kann die Radpanne leicht behoben werden. Ich besuche Peter, einen ehemaligen Profirennfahrer in Mayrhofen und hole mir wertvolle Tipps.

Werkzeugliste für den Bike-Trip

Tipps bei Radpannen

Dieses Werkzeug muss unbedingt bei der Radtour mit.

Es kann von einem Moment auf den anderen und überall passieren: eine Radpanne. „Am häufigsten ist ein Riss oder ein Loch im Reifen, gefolgt von abgefahrenen Bremsbelägen oder einem Kettenriss“, weiß Peter. Mit dem richtigen Reparaturset kann man das Rad jedoch wieder leicht reparieren. Der Bike Profi, der selbst schon oft Reifen geflickt hat, zeigt mir, welches Werkzeug bei einer Radtour nicht fehlen darf:

  • Multitool mit 4er und 5er Inbusschlüssel
  • Kreuz- & Schlitzschraubenzieher
  • Kettennieter
  • Kettenschloss
  • Ersatzschlauch
  • Pumpe
  • Reifenheber

Erste Anzeichen für Pannen

Meistens sind Pannen leider nicht vorhersehbar. Trotz allem sollte man immer auf sein Rad „hören“. „Es gibt schon erste Anzeichen dafür. Zum Beispiel wenn das Rad zu knacksen beginnt, sich die Bremshebel weit durchdrücken lassen oder der Reifen abgefahren ist“, spricht Peter aus Erfahrung. Plant man eine längere Radtour empfiehlt es sich, davor ein Service durchführen zu lassen. Auch dazu hat der Bike-Profi einen Tipp: „Nach einem Service sollte man das Bike mindestens noch zwei- bis dreimal einfahren, bevor man sich auf die Bergtour begibt. Dann sitzt alles und man kann beruhigt ins Abenteuer starten“, empfiehlt mir Peter.

 

radwerkstatt

reifenwechsel

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Panne – was nun?

Jetzt ist es passiert. Irgendwo im nirgendwo stehst du mit deinem Rad und hast eine Panne oder bist mit dem Bike gestürzt. „Die wichtigste Nummer, wenn man verletzt ist, ist der alpine Notruf 140. Zusätzlich gibt es auch eine Notfall-App, für die man allerdings Empfang benötigt“, rät Peter. Bleibt man selbst unversehrt und hat noch das richtige Werkzeug mit, kann man das Bike mit kleinen Handgriffen wieder reparieren. „Nach jeder Panne sollte man langsam und dosiert zur nächsten Bikestation fahren“, legt mir der Ex-Rennradprofi nahe. Mit folgender Anleitung wird die Reparatur vereinfacht:

Tipps bei Radpannen

Peter Raffeiner zeigt mir, was bei einem Reifenplatzer zu tun ist.

Reifenplatzer:

  • Mit dem Reifenheber den Mantel von der Felge lösen
  • Schlauch rausziehen, kleben oder entsorgen
  • Reifen kontrollieren, ob sich darin Splitter, Steine oder Risse befinden
  • Neuen oder geklebten Schlauch leicht aufpumpen, damit er sich nicht verdreht
  • Den Schlauch wieder in den Reifen und auf die Felge drücken

Tipp vom Experten: Wenn man kein Flickzeug mit hat, kann bei einem Loch oder Riss im Mantel ein Geldschein behilflich sein. Einfach gefalten auf die undichte Stelle legen und einer Weiterfahrt steht nichts mehr im Weg.

Kette gerissen:

  • Gerissenes Gliederpaar suchen
  • Hinter dem gerissenen Stück den Niet so weiter heraustreiben, dass er gerade nicht herausfällt
  • Vordere Glieder entfernen
  • Niet wieder eindrehen
  • Alternativ: Verschlussglied einsetzen

Tipps bei Radpannen

Eine Luftpumpe darf bei einer Bike Tour nicht fehlen.

Perfekt gerüstet für Radpannen

Gerade für mich als Anfänger sind diese Tipps für Radpannen sehr wertvoll. Denn mit den richtigen Ersatzteilen und nur wenigen Handgriffen ist das Mountainbike schnell wieder fahrbereit.

Außerdem lohnt es sich auf sein Rad zu „hören“, damit man unangenehme Situationen vorbeugen kann. Eines ist fix: Vor jeder Bike-Tour checke ich mein Rad durch, damit mir unliebsame Überraschungen während einer traumhaften Bergtour erspart bleiben. Ride on!

 

 

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