49. Zillertaler Steinbockmarsch am Samstag, 19. August 2017

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren im Bergsteigerdorf Ginzling!
Frisch und fröhlich beim Zillertaler Steinbockmarsch

© Norbert Freudenthaler

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Der Zillertaler Steinbockmarsch ist im Bergsteigerdorf Ginzling bereits eine Institution. Immer größer wurde der Zulauf zu diesem Extremsportevent. Nicht ganz problemlos gingen die Jahre vorüber, der Sportverein Ginzling, der jahrelang Veranstalter war, löste sich auf. Nun hieß es, wieder an einem Strang ziehen, um den größten Bergmarsch im Zillertal am Leben zu erhalten. Gemeinsam mit der Ortsvorstehung Ginzling veranstaltet nun bereits seit 9 Jahren die Freiwillige Feuerwehr Ginzling den Zillertaler Steinbockmarsch. Ich treffe mich mit Stefan Mariacher, Kommandant Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Ginzling und Organisator des Zillertaler Steinbockmarsches.

Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling
© Elisabeth Kröll
Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling
© Norbert Freudenthaler
Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling
© Ortsvorstehung Ginzling

Elisabeth Kröll: "Wie kommt die Freiwillige Feuerwehr Ginzling dazu, als Veranstalter des Steinbockmarschs zur Verfügung zu stehen?"

Stefan Mariacher: "Eigentlich wie die Jungfrau zum Kind! Ginzling ist ein 400 Seelen Dorf, hier gibt es eine Bergrettung, eine Freiwillige Feuerwehr und eine Musikkapelle. Das wars dann auch schon mit Vereinen. Die Ortsvorstehung Ginzling ist eine zu kleine Institution um alleine diese Veranstaltung abzuwickeln. So haben wir uns vor neun Jahren entschlossen, gemeinsam mit der Ortsvorstehung den Zillertaler Steinbockmarsch abzuwickeln. Wir wollten keinerlei finanzielles Risiko eingehen, daher haben wir gemeinsam entschieden, das Fest kleiner zu halten, kein Zelt anzumieten und keine teuren Musikgruppen zu engagieren. Der Fokus sollte am Zillertaler Steinbockmarsch liegen. Nun findet das Fest im Mehrzweckhaus statt. Das hat auch den Vorteil, dass wir eine wetterunabhängige Festlocation haben."

 

Elisabeth: "Wie stark ist die Freiwillige Feuerwehr Ginzling?"

Stefan: "Wir zählen 36 aktive Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zum Steinbockmarsch helfen auch die Familienmitglieder mit. Wir sind auf jede helfende Hand angewiesen, damit der gesamte Marsch zu aller Zufriedenheit abgehalten wird. Zudem ist die Bergrettung sowie das Team des Tourismusverbandes Mayrhofen-Hippach mit dabei."

 

Elisabeth: "Wie sieht denn der Tagesablauf beim Steinbockmarsch aus?"

Stefan: "Das ist nicht nur ein Tagesablauf, das ist ein 24-Stunden-Ablauf! Mein Tag beginnt bereits um 3.00 Uhr früh. Die Zeitnehmung muss aufgebaut werden, ab 4.00 Uhr kommen bereits die ersten Teilnehmer. Parkplatzeinweiser sind bereits vor Ort. Dann werden die Helfer so weit nach oben ins Gebirge gebracht wie nur möglich. Im Floitental bringen wir sie bis zur Seilbahnstation der Greizer Hütte, im Zemmgrund werden die Helfer bis Grawand-Tret gebracht. Somit ist der Aufstieg zu den Labestationen nicht mehr ganz so beschwerlich. Im Zielgelände wird die Zeit gestoppt, die ersten Teilnehmer sind bereits kurz nach 8.00 Uhr morgens schon beim Breitlahner. Ab ca. 16.00 Uhr erfolgt dann die Auswertung im Naturparkhaus. Die gesamte Streckensicherung übernimmt die Bergrettung Ginzling. Zeitgleich an den Marsch wird ab 8.00 Uhr das Festareal vorbereitet. Kühlschränke werden mit Getränke gefüllt, die Tische werden aufgestellt, die Küche wird in Schwung gebracht. Ab 11.00 Uhr beginnt dann auch das Steinbockfest. Abends erfolgt dann die Siegerehrung. Der Tag ist dann für uns beinahe geschafft."

Elisabeth: "Wie intensiv ist der Zeit- und Arbeitsaufwand im Vorfeld?"

Stefan: "Die erste Sitzung findet bereits Mitte Jänner statt. Wir gehen auf Sponsorensuche, das nimmt ca. 2 Monate in Anspruch. Die Ausschreibung muss vorbereitet werden, die Anfang Juni in Druck gehen soll, auch die Social Media Kanäle und die Homepage werden aktualisiert. So Kleinigkeiten fallen immer wieder an wie Plakate bestellen, die Transparente in Auftrag geben, die Pokale müssen bestellt werden, etc. Es wird nie langweilig!"

 

Elisabeth: "Wofür ist die Ortsvorstehung zuständig?"

Stefan: "Rudolf hilft uns tatkräftig bei der Sponsorensuche, die Ortsvorstehung übernimmt die gesamte Fakturierung und Rudi hat auch Zugang zu den politischen Kanälen. Er kümmert sich um die Behördenwege und bekleidet die öffentlichen Ämter vonseiten der Gemeinden."

 

Elisabeth: "Vor welchen Herausforderungen steht ihr Jahr für Jahr?"

Stefan: "Mitarbeiter und Helfer zu finden! Es wird immer schwieriger, Freiwillige zu finden, die unentgeltlich am Fest und am Marsch helfen möchten. So suchen wir für dieses Jahr immer noch Streckenposten auf der Berliner Hütte sowie Helfer an der Teestation unterhalb der Mörchner Scharte."

Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling
© Michael otto
Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling
© Norbert Freudenthaler
Zillertaler Steinbockmarsch in Ginzling
© Rudolf Klausner

Solltest du Teil der Zillertaler Steinbockmarschgemeinde sein wollen, so melde dich als freiwilliger Helfer bei

Markus Steindl – +43 664 513 23 26

Stefan Mariacher – +43 664 114 44 62


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Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen umfasst eine Fläche von 422 km² und erstreckt sich von ca. 1000 m auf bis zu 3510 m. Wer das gesamte Gebiet durchwandern möchte, ist sieben Tage unterwegs.

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