Fall in die Freiheit

Bist du ein Überflieger? Das Zillertal bietet Paragleiten für Jedermann. Es ist der Reiz der Freiheit und ein bisschen Adrenalin…
Paragleiten im Zillertal: Vom Penken hinab nach Mayrhofen

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Bei diesem Sport bleibt niemand auf dem Boden: Paragleiten ist etwas für Überflieger! Einer, der das Gefühl des Fliegens ganz genau kennt, ist David Jürgen Stock: „In der Luft kann ich abschalten und frei sein“, sagt der 47-jährige Flugeinsatzleiter, Tandempilot und Geschäftsführer von Stocky Air in Mayrhofen. Mit seinen bisher 18.000 absolvierten Flügen hat er gut reden. Seit drei Jahrzehnten schon wagt sich David in luftige Höhen, um sich kurze Zeit später von oben wieder hinunter zu stürzten. Eine Gefahr sieht er im Paragleiten kaum: „Ich bin mit meinem Körper und Geist voll da und fliege fast nur noch mit den Sinnen.“ Start und Landung sind das Riskanteste beim Fliegen. „Weil man dem Boden sehr nahe ist“ und aufgrund der geringen Höhe wenig Zeit hat, zu reagieren.

Nicht zu unterschätzen ist auch das Wetter: „Aufziehende Gewitter und besonders der Föhn sind riskant, weil die Winde als Fallwinde in Wellen kommen und schnell beschleunigen. Mehr als 25 km/h sind ein Problem.“ Helm und Schaumstoff-Protektor gegen Rückenverletzungen sind Pflicht. Im Gurt der Tandempiloten ist auch noch ein Rettungsschirm integriert, „den wir aber nicht brauchen, weil wir sonst etwas falsch machen würden“.

David Jürgen Stock von Stocky Air in Mayrhofen auf dem Weg zum Tandemflug.
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Paragleiten auf dem Penken im Zillertal in Mayrhofen.
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Das Zillertal liegt dir zu Füßen beim Tandemflug
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Weltrekorde aus dem Zillertal

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Davids‘ längste am Stück geflogenen Strecke waren bisher 200 Kilometer in sieben bis acht Stunden. Die Gäste können in 20 Minuten über 1300 Höhenmeter deutlich gemütlicher hinunterfliegen. Sollte einem Gast schlecht werden, gibt es auch hierfür eine Lösung: „Wir haben eine eigene Technik, dass der Pilot möglichst verschont bleibt“, lacht David. Paragleiten gilt als (extrem) Sport, der ermüden kann. „Irgendwann lässt die Konzentration nach und die Höhenunterschiede machen sich bemerkbar. Nach fünf bis sechs Flügen sind wir Piloten am Ende des Tages müde. Die Gäste merken das bei einmal fliegen weniger.“

Mayrhofen und Hippach haben in Fliegerkreisen einen hohen Stellenwert. Das liegt vor allem an der guten Infrastruktur. Auf den vielen Start- und Landeplätzen können wir „Weltrekorde starten. Das ist natürlich vor allem für Flugkönner sehr interessant“. Und das hintere Zillertal bietet eine spektakuläre Kulisse über den Alpenhauptkamm. Praktisch ist auch die Penkenbahn, die die Gäste in weniger als 10 Minuten auf 1800 Meter befördert. Durch diesen großen Höhenunterschied können die Piloten die Thermik besser erwischen und länger fliegen. Wagemutige ab sechs Jahren und einem Körpergewicht von 20 Kilogramm dürfen sich mit einem Piloten in die Tiefe stürzen. Bei maximal 120 Kilogramm ist Schluss. 


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