Familienwanderung zur Alpenrose

Es war schon immer ein großer Traum meiner zwei Töchter, einmal auf einer Hütte zu übernachten. Diesen Sommer sollte es dann endlich soweit sein. Der Wetterbericht für das kommende Wochenende prophezeite leichte Bewölkung für Freitag und Sonnenschein für Samstag. Das Wetter sollte also passen. Wir konnten dem Ruf der Berge folgen.

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Wanderung zur Alpenrose Ginzling - mit Uebernachtung

Yipiee wir übernachten mit der Familie auf der Alpenrose in Ginzling, Zillertal

Es war schon immer ein großer Traum meiner zwei Töchter, einmal auf einer Hütte zu übernachten. Diesen Sommer sollte es dann endlich soweit sein. Der Wetterbericht für das kommende Wochenende prophezeite leichte Bewölkung für Freitag und Sonnenschein für Samstag. Das Wetter sollte also passen. Wir konnten dem Ruf der Berge folgen. :-)

 

 

Gemeinsam mit einem befreundeten Ehepaar, das ebenfalls zwei Kinder hat, setzten wir uns an einen Tisch und berieten über die Tour und das Ziel mit Übernachtung auf einer Hütte.

Tipp: Kinder in einer Gruppe sind viel gehfreudiger als allein!

Die Entscheidung war gar nicht so einfach, denn es gibt  im Zillertal und speziell in der der Region Mayrhofen-Hippach zahlreiche Möglichkeiten, die sich anbieten.

Die Route sollte natürlich auch auf unsere Kinder abgestimmt sein, damit die Kids es nicht zu anstrengend finden und gleich die Lust am Wandern verlieren.

 

Wanderung zur Alpenrose in Ginzling:
Ginzling – Breitlahner –  Alpenrose – Berliner Hütte

 

Schlussendlich haben wir uns für die Route Ginzling – Breitlahner –  Alprenrose – Berliner Hütte entschieden.

Die Übernachtung planten wir in der Alpenrose auf 1.878m Höhe bei Familie Heigl. Nach einem kurzen freundlichen Telefonat mit dem Hüttenwirt Andreas reservierten wir dort für eine Nacht von Freitag auf Samstag eine Unterkunft für 8 Personen. Der erste Schritt war getan und die Vorfreude war schon recht groß.

 

Am Freitagnachmittag starteten wir, ausgerüstet mit:

  • gutem Schuhwerk
  • wetterfester Kleidung für 2 Tage und
  • einer kleinen Jause

in Richtung Zemmgrund (Ginzling). Das Wetter war optimal, leicht bewölkt und die Temperatur war angenehm zum Wandern. Von Mayrhofen aus fuhren wir mit dem Auto Richtung Ginzling bis zum Gasthaus Breitlahner. Dort ließen wir unser Auto am Parkplatz (gebührenpflichtig) stehen.

Dann ging es los. Schön langsam und gut gelaunt, folgten wir dem markierten Wanderweg. Dieser führte uns vorbei an der Jausenstation Klausenalm. Dort legten wir eine kurze Rast ein. Zwei zahme Esel zogen dort die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Und es mussten ein paar Streicheleinheiten eingelegt werden. Weiters lagen noch die Schwemmalm und die Grawandhütte auf unserem Weg. Das Wetter hielt, was der Wetterbericht versprach, vom großen Regen blieben wir Gott sei Dank verschont.

 

Wir folgen dem markierten Wanderweg

Der Weg Richtung Alpenrose

Es war nebelig, aber wir hatten keinen Regen

 

 

Ankunft Alpenrose

Ankunft Alpenrose

Nach ein paar eingelegten Pausen und ca. drei Stunden später erreichten wir schon etwas müde, aber stolz, unser Ziel, die Alpenrose. Die Hütte liegt inmitten von Gletschern und Berggipfeln auf einem ruhigen Almplatz.

In der Hütte wurden wir vom Hüttenwirt Andreas, seiner Frau und der Seniorwirtin Rosmarie herzlich empfangen. Natürlich durfte das obligatorische „Schnapserl“ nach Erreichen des Ziels nicht fehlen.

Der Hüttenwirt Andreas Heigl bekochte uns dann selbst. Die Köstlichkeiten, die dort auf der Speisekarte stehen, können sich sehen lassen und können wir nur weiterempfehlen.

Zimmer in der Alpenrose in Ginzling. Unsere Kinder hatten ein herrliches 4-Bett Zimmer

Unsere Kinder im Zimmer

 

Nach dem köstlichen Abendessen bezogen wir unsere Übernachtungsmöglichkeiten. In den liebevoll eingerichteten und sehr sauberen Zimmern fühlten wir uns gleich sehr wohl. Die vier Kids hatten ein Vierbettzimmer und waren total happy darüber und die Erwachsenen zwei Doppelzimmer.

Gemütlich ließen wir den Abend in der Gaststube bei interessanten Gesprächen mit dem Hüttenwirt, anderen Wanderern sowie mit Kartenspielen ausklingen.

 

Vor dem Schlafen gehen wagten wir noch einmal einen Blick vor die Hütte. Starker Regen hatte eingesetzt. Diese absolute Stille, die mitten in der Zillertaler Bergwelt herrschte, wird mir unvergessen bleiben. Mein empfundenes Gefühl lässt sich recht gut mit dem Gemisch Romantik, Freiheit und absoluter Zufriedenheit beschreiben.

 

Erinnerungsfoto vor der Alpenrose

Berliner Hütte

Berliner Huette - von der Gletscherrunde aus gesehen

 

 

Nach einer herrlichen Nacht bekamen wir auch ein ebenso herrliches Frühstück in Buffetform. Gestärkt verabschiedeten wir uns bei den Wirtsleuten und setzten unsere Wanderung in Richtung Berliner Hütte fort. Nach ca. 25 Minuten erreichten wir diese.

Natürlich mussten wir auch einen kurzen Blick ins Innere der großen denkmalgeschützten Alpenvereinshütte werfen. Schon sehr imposant diese Hütte, die rund 180 Personen unterbringen kann.

 

 

Gletscherrunde - Berliner Huette - Alpenrose

Herrlicher Ausblick auf der Gletscherrunde

Auf dem Gletschweg in Richtung Alpenrose, Ginzling, Zillertal

Wanderung zur Alpenrose

Auf dem Gletscherweg von der Berliner Huette zur Alpenrose

 

Mittagessen im Gasthof Breitlahner

Wir sind geschafft aber zufrieden.

 

Der Rückweg führte uns über eine Rundroute wieder zurück zur Alpenrose (ca. 1 h Gehzeit). Von dort folgten wir dem Wanderweg talwärts bis zum Gasthaus Breitlahner. Bei einem herzhaften Mittagessen ließen wir die Erlebnisse unserer Wanderung noch einmal revue passieren. Wir Eltern waren stolz auf unsere Kinder, denn ganz „Ohne“ war diese Wanderung ja nicht. Wir haben schlussendlich doch mehr als 1.600 Höhenmeter und eine Strecke von mehr als 10 Kilometern hinter uns gelegt.

Einstimmig beschlossen wir,  dass wir dies bestimmt noch einmal wiederholen werden. Wohin uns die nächste Wanderung führt, erfahrt ihr ein anderes Mal.

 

Bildnachweis aller im Blog erschienen Bilder: TVB Mayrhofen © Gabi Huber

 

 

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