Furtschaglhaus, die Hütte mit Herz am Berliner Höhenweg

An einem Samstagvormittag beschlossen wir, eine lustige Runde aus Arbeitskolleginnen, eine Wandertour zu starten. Zu fünft plus Hund "Nuska" gings los. Da wir des Öfteren in den Bergen unterwegs sind, einigten wir uns dieses Mal auf das Furtschaglhaus als Wanderziel.

Furtschaglhaus im Zillertal

©Elisabeth Frontull

Erstellt von Gabi Huber

Das Furtschaglhaus liegt auf 2.295 m und wurde 1889 vom Deutschen Alpenverein – Sektion Berlin erbaut. Das Haus verfügt über 120 Schlafplätze, Zimmer– und Matratzenlager. Seit Sommer 2015 ist das Furtschaglhaus auch Mitglied der "Hütten mit Herz" in der Ferienregion Mayrhofen-Hippach. Herzlichkeit und Gastfreundschaft werden bei diesen Hütten groß geschrieben.

Furtschaglhaus im Zillertal
©Furtschaglhaus
Furtschaglhaus im Zillertal
©Gabi Huber
Furtschaglhaus im Zillertal
©Gabi Huber

Mit dem Auto geht’s bis zum Schlegeis Stausee. Das Auto wird beim Parkplatz Zamsgatterl geparkt und wir folgen dem eher breiten Weg entlang des Stausees. Hier nehmen wir uns die Zeit den imposanten Ausblick auf den Schlegeis Stausee zu genießen. Dieser ist immer wieder wunderschön anzusehen. Das Farbenspiel des Wassers ist je nach Wetter immer wieder sehenswert.

Am Ende des Stausees angelangt, führt uns der Weg über einen eher steileren und schmaleren Weg kurvenreich bis an unser Ziel. Die gesamte Strecke ist ca. 8,2 km und es sind ca. 540 Hm zu bewältigen. Wir planen so ca. 2,5 Stunden für unsere Wanderung zur Hütte ein.

©Gabi Huber

Bei etwa der Hälfte der Strecke legen wir eine kurze Pause ein. Nach einer kleinen Stärkung geht es dann aber auch schon weiter. Das Wetter könnte besser sein, aber ein paar Sonnenstrahlen blitzen so manches Mal durch die eher dichte Wolkendecke. Je höher wir kommen, desto besser kann ich mir vorstellen, dass es bei wirklich schlechtem Wetter nicht ratsam ist sich im Hochgebirge aufzuhalten bzw. man immer gut ausgerüstet sein sollte.

Mit Blick auf die Gipfel Schönbichler Horn, Furtschaglspitze und Großem Möseler setzen wir unseren Weg fort und erreichen nach etwas mehr als 2,5 h unser Ziel. Dort werden wir von der Hüttenwirtin Barbara Gratz empfangen. Sie ist seit über 20 Jahren Pächterin des Furtschaglhauses. Nachdem wir uns wieder trockene Kleidung angezogen haben, bringt sie uns unsere obligatorische Nudelsuppe zur Stärkung.

©Gabi Huber

 

 

Das Furtschaglhaus ist Ausgangspunkt für eine Weiterwanderung über zum Schönbichler Horn 3.133 m (2,5 h), zum Großen Möseler 3.478 m (4,5 h), zur Furtschaglspitze 3.190 m (3 h) und zum Großen Greiner 3.201m (2,5 h). Es liegt aber auf der Route des bekannten Berliner Höhenweges. Die Begehung des Berliner Höhenweges ist in beide Richtungen möglich. Sowohl von der Gamshütte (Finkenberg) als auch von der Edelhütte (Mayrhofen). Natürlich kann die Route auch verkürzt werden und man steigt bei einer der Hütten direkt ins Bergerlebnis ein. Steigt man über das Furtschaglhaus ein, kann man sich entscheiden, geht man weiter in Richtung Mayrhofen zur Berliner Hütte oder weiter in Richtung Finkenberg zur Olpererhütte.

Noch ein Tipp:

Es gibt auch die Möglichkeit die Übernachtungen auf den Hütten am Berliner Höhenweg als Trekkingpauschale direkt über die Naturparkbetreuung des Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen zu buchen. Du buchst die Pauschale und bekommst alles aus einer Hand! Die Hüttenübernachtungen, sämtliche Unterlagen vorab und zusätzlich die beiden AV-Karten Zillertal Mitte und West, einen naturkundlichen Führer sowie Gutscheine für Fahrten mit dem Bus. 

So jetzt aber zurück zu unserer Wanderung! Natürlich musste noch das obligatorische Fotoshooting vor der Hütte zur Erinnerung gemacht werden, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten.

Es war wieder ein total netter Ausflug mit den Mädels!