Ausflug zum Bauernhof: Tiere, Natur und Köstlichkeiten

Umgeben von saftig-grünen Wiesen und imposanten Bergen liegt der Biohof von Thomas und Brigitte Kern. Die beiden haben sich im hintersten Gebirgstal in Ginzling, einem Dorf mit 400 Einwohnern, ihren Lebenstraum erfüllt: Ein Bauernhof mit Direktvermarktung von Fleisch- und Milchprodukten.

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Produkte vom Lengauhof

Von der Topfenherstellung bis zum Bio-Lebensmittel

Umgeben von saftig-grünen Wiesen und imposanten Bergen liegt der Biohof von Thomas und Brigitte Kern. Die beiden haben sich im hintersten Gebirgstal in Ginzling, einem Dorf mit 400 Einwohnern, ihren Lebenstraum erfüllt: Ein Bauernhof mit Direktvermarktung von Fleisch- und Milchprodukten.

Ziegen am Biobauernhof

Ziegen weiden auf saftig grünen Wiesen.

Ausflug zum Bauernhof am Ende des Zillertals

Die Häuser werden immer spärlicher, wir fahren entlang des Zemmbaches in das hintere Gebirgstal nach Ginzling. Denn dort befindet sich in die Berge eingebettet der Biobauernhof von Thomas und Brigitte Kern. Schon die Anfahrt ist spannend und das Navi funktioniert auch im 400-Einwohner-Dorf perfekt. Angekommen am hintersten Ende einer Sackgasse schweift mein Blick sofort zu den Ziegen auf einer steilen Weide. Vergnügt hüpfen sie im Gras herum – kein Wunder bei dem Auslauf.

Die Anfänge des Biobauernhofs in Ginzling

Thomas Kern

Thomas ist gelernter Molkereifachmann.

Kaum sind wir ausgestiegen, werden wir herzlich begrüßt von Thomas, Brigitte und ihrem Hund, der uns schwanzwedelnd entgegenläuft. Wir setzen uns an einen Tisch in den Schatten und werden mit Kaffee und – wie könnte es anders sein – Bio-Milch verwöhnt. Und schon erzählen uns die beiden Quereinsteiger über ihre Anfänge. „Es war eigentlich der Lebenstraum von Thomas. Ich kann mich noch erinnern, als er beim ersten Rendezvous gesagt hat, dass ich mal Bäuerin werden solle.“, grinst Brigitte ihren Thomas an: „Damals wusste ich noch nicht, dass es wirklich einmal dazu kommen würde.“

Vom Milchbauern zum Fleischproduzenten

Die Besitzer des Lengauhof

Die stolzen Besitzer des Lengauhofs.

Nach langen Überlegungen stand eines für beide fest: Sie wollten einen Hof pachten und Fleisch produzieren. Doch die Suche gestaltete sich gar nicht so einfach: „Als Quereinsteiger wird man leider wenig ernst genommen.“ 2006 war es dann soweit: Sie zogen nach Ginzling und richteten sich provisorisch in einer alten Waschküche kleine Kessel zur Milchverarbeitung her. Doch schon bald bemerkten die beiden, dass das Haus zu eng und klein war, um eine kleine Molkerei zu beherbergen. 2011 stand eine der schwersten Entscheidungen für die Familie an: Alles auf eine Karte setzen oder nicht?

Ziegen am Lengauhof

Auf 12 Hektar toben die glücklichen Tiere herum.

Lebensmittel direkt vom Biobauernhof

Sie taten es: Sie erwarben den Lengauhof inklusive Stallgebäude und investierten auf der 12 Hektar großen Fläche in Milch-, Fleischverarbeitungs- sowie Kühlräume. Ein großer Schritt für die kleine Familie, den sie bis jetzt aber noch nie bereut haben. Denn der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

„Ich möchte mich vor allem bei unseren treuen Kunden bedanken. Mit frischen Produkten muss man planen können, spontane Bestellungen sind schwierig umzusetzen.“, ist Brigitte stolz auf ihre treuen Abnehmer – und natürlich auf die Mama von Thomas, die dreimal pro Woche die Auslieferung in die Hotels und Tourismusbetriebe übernimmt.

Vom Tiroler Grauvieh bis zum Turopolje-Schwein

Kühe am Biobauernhof

Insgesamt 60 Tiere beherbergt der Lengauhof.

Insgesamt 60 Tiere leben am Lengauhof von Brigitte und Thomas. Angefangen von den Hennen, Ziegen, Rindern, Schweinen und Goaßen genießen dort auch ein Hund und eine Katze das Bauernhofleben. Die Liebe zu den Tieren ist spürbar – nicht umsonst kennen die beiden jedes Tier in- und auswendig. „Für die Namensgebung sind unsere beiden Töchter zuständig.“, klärt Thomas auf. Dass die beiden sehr kreativ sind, bestätigen die Namen der Tiere wie Zotti, Max & Moritz, Elsif, Loisi, Schnucki, Gretl.

Jedes Tier am Bauernhof hat seine Aufgabe

Schweine im Stall

Jedes Tier am Bauernhof hat seine Aufgabe.

Nicht nur Brigitte und Thomas teilen sich die Arbeit auf, auch die Tiere erledigen so einiges. „Die Ziegen kümmern sich um die Verbuschung, fressen die Stauden ab, die Hennen fressen das Ungeziefer und die Schweine die vom Kasen übriggebliebene Molke und das restliche Heu von den Jungtieren.“, klärt uns Brigitte über den natürlichen Kreislauf am Bauernhof in Mayrhofen auf. Das schmeckt man auch: „Das natürliche Futter wirkt sich auf die Fleischqualität aus. Viele Kunden haben mir erzählt, dass man einen Unterschied zu anderen Produkten schmeckt!“

Brigitte Kern

Um die Büroarbeit und den Vertrieb kümmert sich Brigitte.

Vielfältige Produktpalette

Zwischen 70.000 und 90.000 Liter Milch werden pro Jahr am Biobauernhof im Zillertal verarbeitet. Daraus entstehen köstliche Produkte wie Joghurt, Topfen, Butter, Bergkäse, Tilsiter, Ziegenkäse oder Ziegengervais.

Für die Produktion und Verarbeitung von Heumilch und Fleisch ist Thomas, der gelernte Molkereifachmann, zuständig. Brigitte kümmert sich um die Büroarbeit. Im Stall helfen sie zusammen und bekommen auch oft von ihren Töchtern Unterstützung.

Bio ist nicht gleich Bio

Hennen am Bauernhof

Am Biobauernhof hat Qualität seinen Auslauf.

Doch was bedeutet Bio für Brigitte und Thomas? „Bio ist eine Lebenseinstellung und Form der Betriebsführung, in der man so naturnah wie möglich arbeitet. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, Gifte und Spritzmittel zu essen.“, erklärt Brigitte ihre Denkweise. Dass sie mit ihrer Einstellung nicht alleine ist, bestätigen die treuen Kunden. „Wir haben ein Pärchen aus Norddeutschland, das jedes Jahr Urlaub im Zillertal macht und sich bei uns Bioprodukte abholt. Da sich heuer der Urlaub nicht ausgegangen ist, haben sie sich ins Auto gesetzt und sind extra für einen Tag hergefahren, damit sie das Auto mit unseren Produkten vollladen können. Das sind 8 Stunden pro Strecke, eine große Ehre für uns.“, erzählt Brigitte sichtlich stolz.

Vor Ort kosten und mitnehmen

Kleine Katze am Lengauhof

Am Biobauernhof findet jedes Tier seinen Platz.

In einem sind sich beide sicher: Sie haben den besten Arbeitsplatz der Welt. „Die Natur, die Tiere, einfach alles ist perfekt hier. Wenn eine Henne brütet oder ein Kalb geboren wird, das sind extrem schöne Momente. Oder einfach, wenn sich der Kunde über die Produkte freut.“, verraten Brigitte und Thomas, die sich über Besuche freuen.

„Wir haben jeden Tag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Einfach vorbeischauen, kosten und beraten lassen.“

 

 

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