Mahlzeit!

Mitten in Mayrhofen befindet sich das Wirtshaus zum Griena, eine urige Stube für deftige Hausmannskost. Hier entstehen Essenstrends ganz nach Zillertaler Manier: fleischig, üppig, regional!
Das urige Wirtshaus zum Griena in Mayrhofen

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Wer das Wirtshaus zum Griena in Mayrhofen betritt, setzt den Fuß in eine andere Welt: Der Boden knarzt, holzverkleidete Wände durchziehen das uralte Gebäude. Gemütlichkeit liegt in der Luft und der rustikale Charme mischt sich mit dem Geruch deftiger Hausmannskost. Hier steht ein Stückchen Geschichte. Das Haus wurde im 17. Jahrhundert mitten in Mayrhofen erbaut, dient aber erst seit 1978 als Gaststätte. Familie Geisler gehört das Gebäude seit Generationen, im Sommer 2016 haben Daniela Schneeberger und Andreas Langebner die Bewirtung übernommen. Die Wirtsfamilie hat aus einem der ältesten Gebäude im Zillertal einen Ort der Zusammenkunft geschaffen. Hier wird noch gegessen, was auf den Tisch kommt – würzig, traditionell, deftig. Gerald Lassnig kocht seit einem halben Jahr im Griena. Der gebürtige Kärntner wohnt mit seiner Frau seit zehn Jahren in Mayrhofen. Gerald steht beruflich in der Küche, doch zu Hause darf er nicht hinter den Herd: „Daheim kocht die Frau, weil das ihr Reich ist. Da darf ich mich nicht einmischen, sonst bringe ich Wirbel rein. Aber sie kocht traumhaft“, lacht er. 

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Foodtrends aus dem Zillertal

Was im Wirtshaus zum Griena auf den Tisch kommt, entscheidet Gerald im fünfköpfigen Küchenteam. Im Spätherbst ist vor allem das traditionelle Törggelen mit üppiger Schlachtplatte, mehreren Zwischengängen und süßem Abschluss gefragt. Insgesamt bleibt der Foodtrend im Zillertal weiterhin deftig. „Hausmannskost ist sehr gefragt. Schweinebraten und Kartoffel-Käse-Fülle mögen die Leute, auch der Tiroler Graukäse schmeckt gut“, sagt der Koch, der in einem Drei-Hauben-Betrieb gelernt hat. Während im Griena seit jeher klassische Gerichte wie Schnitzel oder Wildragout auf der Speisekarte stehen, geht der Trend heute verstärkt zur Regionalität. „Einheimische Produkte beziehen wir zum Beispiel von der Sennerei Zillertal, unsere Kartoffeln kommen aus dem Inntal, die Kräuter aus dem eigenen Garten und das Schweinefleisch vom Metzger vor Ort. Gerade im Winter kann ich zum Beispiel nichts mit einem Fisch anfangen, weil wir keinen Teich vor der Haustüre haben“, sagt Gerald. Daher gibt es im Griena den Fisch überwiegend in den Sommermonaten, der ebenfalls aus dem Inntal bezogen wird. Es sind gar nicht nur die Touristen, die so sehr auf deftige, Zilletaler Hausmannskost stehen, sondern vor allem die Einheimischen, die nach traditionellen Gerichten verlangen. „Ihnen gefällt die urige Wirtshausatmosphäre in Kombination mit echtem Zillertaler Essen, wie die Zillertaler Krapfen, die Holzknechtkrapfen und die Zergl“.

Zu jedem Anlass das passende Menü.
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Gerald arbeitet ständig an der Speisekarte.
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Urige Stuben findet man im Wirtshaus zum Griena.
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Frisch und regional

Gerald Lassnig arbeitet an einem ganz besonderen Ort – in der ältesten Gaststube im Zillertal! Er schätzt dort vor allem die Frische und die schnelle Verarbeitung der Produkte. Zubereitet wird bei Gerald zwar deftig, aber bezogen wird überwiegend regional. Ein gesunder Trend, der bleiben kann. 

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