Das Liebesgeflüster der Vögel und bunte Blumen – die ersten Frühlingsboten

Die Wälder mögen noch kahl sein, die Natur nach dem langen Winter starr wirken. Aber die ersten Anzeichen für den Frühling...
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Die Wälder mögen noch kahl sein, die Natur nach dem langen Winter starr wirken. Aber die ersten Anzeichen für den Frühling sind schon da: Lautes Gezwitscher und Flügelflattern. Die Vögel sind auf love bird – Modus und suchen nach Nistmöglichkeiten. Wenn das nicht mal eine klare Frühlingsansage ist!

 

Frühlingsboten Mayrhofen

Vögel sind im Frühjahr auf Adrenalin.

Die Vögel zwitschern uns in den Frühling

Es ist ein schönes Gefühl, morgens aufzuwachen, und die Vögel singen zu hören. Manchmal frage ich mich allerdings, welcher Vogel mir da so früh den Frühling zwitschert? Von wem stammt das „Zizizirrr“, das „Djüp-Rüp-Rüp“ oder das kratzig, fast heisere und manchmal nervige „Ärr-Ärr“? Jetzt, wenn die Sonne wieder länger scheint, werden Hormone gebildet, die Vögel fangen an zu balzen – und zwitschern drauflos. Mit den ersten Sonnenstrahlen wird dann z.B. die Blaumeise, der Spatz, die Amsel oder der Star aktiv. Das Liebesgeflüster bzw. Piepkonzert der Vögel ist dabei weniger von der Temperatur als vom Licht abhängig. Dabei singen Vögel nicht aus Freude am Singen: Die Männchen wollen mit dem Gesang naturgemäß Weibchen anlocken, aber sie singen auch, um anderen Männchen gegenüber ihr Revier abzustecken. Eh klar!

„Mach mir ein Ei“

 

Das Licht bringt den Hormonhaushalt der kleinen Vögel in Schwung, lese ich im Internet nach. Mehr noch: Die Männchen verfallen grundsätzlich ein typisches Angeberverhalten. Heißt: Herr Spatz wirbt mit monotonem Schilpen und dem sogenannten Spatzen-Tanz um das Weibchen.

Meisen zeigten den Weibchen ihre Brust und schaukelten angeberisch mit dem Körper hin und her. Der Höhepunkt kommt aber noch: Dann stellt der Meisen-Mann die Schwanzfedern auf und trippelt laut singend zur Seite, bis das Weibchen um Futter bettelt und damit signalisiert: „Mach mir ein Ei.“ Et voila.

 

Frühlingsboten Mayrhofen

Fast schüchtern kämpft sich die Schlüsselblume durch das Laub.

Was sonst noch passiert?

Wissenschaftler nennen sie Geophyten, wir nennen sie Blumen. Gemeint sind damit die ersten Boten des Frühlings, die schon die Köpfe aus dem Boden stecken: Winterling, Schneeglöckchen und Krokus kämpfen sich wacker durch den Schnee. Warum jetzt und nicht später: Die kleinen, bunten Frühjahrsblüher profitieren davon, dass die Bäume noch ganz nackig sind, sprich noch kein Laub tragen. So erreichen die Sonnenstrahlen ungehindert den Boden und die Blümchen können mit ihren ganz besonderen Speicherorganen die Energie der Sonne speichern, um genug Energie zum Blühen zu haben. Ziemlich clever! Für alle anderen Pflanzen gilt: Köpfchen noch unter der Erde stecken lassen. Das Licht ist nämlich noch nicht ausreichend stark für die klassische Fotosynthese später blühender Pflanzen. So geht es mir in der Früh, wenn der Wecker klingelt irgendwie auch…

Frühlingsboten Mayrhofen

Frühling ist auch Kopfsache. In den Alpen hängt es auch davon ab, wo man gerade ist. Beispielsweise auf einer Enzianwiese.

Frühlingsbeginn – eine Frage der Definition

Astronomisch beginnt der Frühling am 21. März, am Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche. Meteorologisch gesehen war der Frühlingsbeginn aber schon am 1. März. Dann gibt es noch eine weitere Definitionsmöglichkeit, nämlich phänologisch, also am Entwicklungsstand der Pflanzen orientiert. Nach dieser Methode unterscheidet man den Vorfrühling – die Zeit, in der Frühblüher oder Haselnuss blühen – vom Erstfrühling, der vom Blühbeginn der Forsythie über den Laubaustrieb der Stachelbeere bis zum Blühbeginn des Birnbaums reicht. Der Vollfrühling dann beginnt mit dem Blühen der Apfelbäume und des Flieders. Verstanden?

Alle im Blog erschienen Bilder sind von Socialweb.

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