Facettenreiches Mayrhofen, glitzernde Welten. Ein Ausflug in die Kristallwelten.

Nebensaison? In Mayrhofen?…wenn die Jahreszeiten wechseln, gibt es besonders viel zu tun, oftmals sind es da die kleinen Sachen, die eine besondere Freude machen. Und „Neben“ wird in diesen Saisonen tatsächlich nebensächlich.

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Foto: Swarovski Kristallwelten

Nebensaison? In Mayrhofen?…wenn die Jahreszeiten wechseln, gibt es besonders viel zu tun, oftmals sind es da die kleinen Sachen, die eine besondere Freude machen. Und „Neben“ wird in diesen Saisonen tatsächlich nebensächlich. Wer meint, Mayrhofen bestehe nur aus der Summe seiner Skilifte, hat falsch gedacht. Wer zudem meint, Mayrhofen würde in den sogenannten „Hauptsaisonen“ nur von mehr oder minder urbanen Sportfanaten in grellbunten Ski- und Snowboardoutfits bevölkert, liegt ebenfalls falsch. Ach ja, richtig: auch die Downhill-Biker auf ihren schwer gefederten Bikes sind nicht das Maß aller Dinge. Mayrhofen hat nämlich einige tolle Ausflüge auf Lager, ganz und gar wetterunabhängig. Besipielsweise in die Kristallwelten nach Wattens.

 

Kristalline Ansichtssachen.

Der Riese fasziniert Groß und Klein. Foto: Swarovski Kristallwelten

Der Riese fasziniert Groß und Klein.

Nennen wir es also beim Namen: wenn die vermeintliche Saison vorbei ist, die ersten Blumen ihre Köpfe durch den Schnee stecken oder aber ein halbes Jahr später die ersten Blätter von den Bäumen fallen, dann wird Mayrhofen besonders hipp. Nämlich für die ganze Familie. Sollte grau in grau dominieren, der Regen die zahlreichen Wander- und Radwege matschig machen und die Sonne eine Pause einlegen, lohnt es sich, ein besonders glitzerndes und buntes Reich zu besuchen. Eine knappe Stunde von Mayrhofen entfernt, in der kleinen Gemeinde Wattens tut sich nämlich eine Welt auf, wie es sie wohl auf der Erdoberfläche nie geben würde – mystisch und wärmend atmosphärisch zugleich. Ein Stück österreichischer Geschichte und gewissermassen zeitlos international: die Swarovski Kristallwelten.

Riesige Kristallwelten.

Erst vor ein paar Monaten nach langer und intensiver Neugestaltung und Renovierung neu eröffnet, hat sich der „Riese“, wie man das abstrakte Ausstellungsgebäude des international bekannten, österreichischen Künstlers Andre Heller auch nennt, in ein wahrhaftig sagenhaftes Kleid gehüllt, das nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt. Im Inneren der sogenannten „Wunderkammern“ befinden sich so viele Kristalle, wie sonst wohl nur die Milchstrasse ihr Eigen nennt. Für diese neuen Wunderkammern im Inneren des Riesen holte man neben vielen namhaften Künstlern unter anderem den niederländischen Designer Tord Boontje an Bord, der genauso wie die südkoreanische Bildhauerin Lee Bul bereits einiges für Swarovski entwarf. Eine besondere Augenweide in Form und Sinn: der Kristallbaum „Silent Light“, den Boontje mit dem mittlerweile verstorbenen, britischen Design-Genie Alexander McQueen entwarf.

Hochkarätige Lichtspiele.

Schatten und Licht. Hell und Dunkel. Die Kristallwelten spielen mit den Sinnen, auch im Garten.

Auch der Krondiamant des, auf die doppelte Größe angewachsenen Gartens blendet in höchstem Maßen – mit oder ohne Sonne. Die übergroße Kristallwolke von Andy Cao und Xavier Perrot, die aus 800.000 handgesetzten Kristallen konstruiert wurde,  scheint fragil-glitzernd über einem dunklen Spiegelwasser zu schweben. Das faszinierende an dieser 1.400 Quadratmeter großen Installation: die Wolken im Gegenspiel zum Obsidian-schwarzen Wasser symbolisieren Tag und Nacht, vielleicht auch ein bisschen das Diesseits und Jenseits. Fakt ist in den Kristallwelten jedoch, dass es keinen Ort auf dieser Welt gibt, in der die schiere Grenzenlosigkeit an Abstraktion eines – nun ja – Kristalls auf solch kleinem Raum zusammentrifft. Die Kristallwelten mit ihrem Riesen, den Wunderkammern und der Kunst im Garten vermögen es Groß und Klein in ihren Bann zu ziehen und für kurze Zeit den Alltag und auch das „Draußen vor der Tür“ zu vergessen. Weniger poetisch aufgeblasen: die Künstler, die hier zusammenwirken, stellen im MOMA in New York aus, im Victoria&Albert Museum in London oder im Mori Art Museum in Tokio. Die Chance, die Werke der Haute-Volée internationaler Kunstschaffender an einem kleinen Ort inmitten der Berge zu sehen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Egal bei welchem Wetter und in welche (Sport-)saison. Also, liebe Besucher und Urlauber Mayrhofens, aber auch liebe Mayrhofner: auf in die Kristallwelten nach Wattens. (PS: das Cafe und Restaurant Daniels serviert neben ausgezeichneten Weinen auch vorzügliche Gourmetküche und großartige Süßspeisen für kleine Leckermäuler…da wünscht man sich fast, der Tag würde ewig dauern.)

Mehr zu den Swarovski Kristallwelten gibt es hier: www.mayrhofen.at/ausflugsziele/

Fotos: Swarovski Kristallwelten

 

 

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