Moderne Schnitte

In Mayrhofen befindet sich eine hochmoderne Sportclinic. Hier vollbringen Ärzte mit Hilfe neuester Operationstechniken medizinische Wunder. Was ist einer Sportclinic im Winter eigentlich los?
Mit dem Helikopter geht es direkt vom Berg in die Sportclinic Zillertal in Mayrhofen.

© Sportclinic Zillertal

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In der Sportclinic Zillertal hat das „Mädchen für alles“ die Hosen an: Thomas Kuncizcky ist ein Macher. Ganz allein darf er zwar nichts entscheiden, aber ohne ihn würde wenig laufen. Thomas verkörpert das gepflegte Image der Klinik nicht nur, er lebt es auch. Und gerade ist er in Bestform: Jedes Haar sitzt, der elegante, graue Anzug unterstreicht das Bild. Im gesamten Haus herrscht Stil. Die Sportclinic Zillertal gehört zur Medalp Group, einer privaten, hochmodernen Einrichtung. In der Unfallchirurgie in Mayrhofen kümmern sich eine Handvoll Stationsärzte, drei Anästhesisten und drei operierende Doktoren um Verletzte.

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Viele Vorteile

Der große Vorteil der Sportclinic: „Wir haben direkte Verrechnungsverträge mit vielen deutschen oder niederländischen Versicherungen“, erklärt Thomas. Das trifft sich gut, denn die gut besuchte Wintersaison steht vor der Türe. Bis in den April hinein rechnen die Ärzte wieder mit vielen Skiverletzungen wie Kreuzbandrissen und Handgelenksbrüchen. Dabei ist das verletzungsreiche Image des Skisports gar nicht so schlimm, wie gedacht: „In Tirol haben Experten einmal ausgerechnet, dass es circa 200 Millionen Abfahren pro Saison gibt. Bei dieser hohen Zahl an Skifahrern ist es nur ein marginaler Satz, der sich verletzt. Das sind höchstens ein bis zwei Prozent. Da ist Fußballspielen gefährlicher“, sagt Thomas. Er arbeitet seit fast zehn Jahren unter anderem im Management in der Klink und kennt sich aus. Er sieht den Vorteil der Sportclinic vor allem darin, dass die Behandlung der Patienten sehr schnell geschieht. Der Facharzt für Unfallchirurgie, Dr. Christian Dallapozza, pflichtet ihm bei: „Bei uns bekommt der Patient einen guten Service und eine schnelle Abklärung von erfahrenen Ärzten. Nach der Ankunft des Patienten in der Klink werden die Personalien aufgenommen, dann geht es sofort zum Abklärung. Der Patient kommt in der Regel vom Röntgen in den Behandlungsraum, manchmal wir eine MRT- oder CT-Untersuchung gemacht. Bei uns passiert alles lückenlos und zeitnah und die Diagnose und eine Therapieempfehlung erfolgen sofort. Auf Wunsch kann der Patient auch bei uns operiert werden.“

© Sportclinic Zillertal

Moderne Schnitte

Die Sportclinic Zillertal ist tagesklinisch, das heißt, der Patient kann am nächsten Tag nach der Operation das Haus wieder verlassen. „Das ist natürlich auch eine Kostenfrage: Wenn der Patient gleich in die häusliche Pflege entlassen werden kann, anstatt eine Woche im Spital zu liegen, ist das wesentlich billiger für das Gesundheitssystem. Früher wäre das nicht möglich gewesen. Aber aufgrund der modernen Operationstechniken, wie zum Beispiel der Schlüsselloch-Methode mit nur zwei kleinen Schnitten im Knie, wird der Patient schneller wieder fit.“ Ein ganz wesentlicher Teil nach der OP ist die Therapie, die in der Sportclinic Zillertal nicht vernachlässigt wird. „Wir haben dazu das ‚Back to Sport‘ Programm entwickelt, bei dem Sportwissenschaftler wie Physiotherapeut und der behandelnde Arzt eng zusammenarbeiten. Wir versuchen patientenspezifisch durch individuelle Tests, den Patienten schnell wieder fit zu bekommen.“

Arzt im Operationssaal
©Sportclinic Zillertal
Ärzte und Physiotherapeuten arbeiten in Mayrhofen eng zusammen
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Jan Willem leitet das Physiotherapiezentrum in der Sportclinic Zillertal
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