RISE&FALL, ein Wettkampf gegen die Zeit - Teil 4

4x430 Höhenmeter harter Kampf und unzählige Herausforderungen liegen vor jedem einzelnen Athleten der 85 Teams. Der sportliche Megaevent zu Saisonbeginn in Mayrhofen im Zillertal, der am Samstag, den 15.12.2018 stattfindet, verlangt von den Extremsportlern alles ab. Wie sie sich darauf vorbereiten, schildert je ein Athlet pro Disziplin. Der harte Kampf beginnt nicht erst im Herbst sondern fordert Ausdauer und Kampfgeist das ganze Jahr über!
RISE&FALL 2017

©Michael Werlberger

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©Marco Francazi

Marco Francazi aus Sillian in Osttirol ist durch und durch ein Sportler. Mit seinem Team Rainerback Sillian Pro Team ist Marco dieses Jahr als Paragleiter wieder am Start von RISE&FALL und freut sich schon auf seinen Flug. Aber Marco ist ein sportliches Multitalent. So möchte er auch gerne mal in einer anderen Disziplin an den Start von RISE&FALL gehen.

Mit welcher Sportart trittst du bei RISE&FALL an?

Ich trete dieses Jahr beim RISE&FALL zum dritten Mal als Paragleiter mit meinem Team an. In den nächsten Jahren könnte ich mir jedoch auch vorstellen, in einer anderen Sportart anzutreten, vorausgesetzt ich habe genug Zeit zum Trainieren.

Was ist deine Motivation, bei diesem Extremsportevent dabei zu sein?

Für mich gibt es beim RISE&FALL zwei große Motivationsfaktoren:

zum Einen die sichtbaren Verbesserungen durchs Training und

zum Anderen meine Freunde und Teamkollegen.  

Als wir 2015 beschlossen, beim RISE&FALL teilzunehmen, hatte ich große Angst, die Teamwertung durch meine Einzelwertung zu versauen, deswegen trainierte ich für meine Verhältnisse viel. Mit dem Ziel, fit für den RISE&FALL zu sein, ging ich fast jeden Tag nach der Arbeit zu Fuß auf den „Petersberg“ und flog mit meinem Schirm, einer Airdesign Susi2, nach Hause. Schon bald merkte ich wie die ersten Kilos purzelten und um wie viel schneller ich wurde. Auch wenn die Fortschritte nun immer kleiner werden sind diese für mich immer noch extrem motivierend.

Der zweite große Motivationsfaktor sind meine Freunde und Teamkollegen die ich schon seit Kindheitstagen kenne und mit denen ich nun schon zum dritten Mal antrete. Durch Arbeit, Studium und doch teils verschiedene Interessen sieht man sich leider nicht mehr so oft wie früher und unternimmt auch nicht mehr so viel miteinander. Doch beim RISE&FALL sind wir dann wieder gemeinsam unterwegs und nachdem jeder beim Bewerb sein Bestes gegeben hat, geht’s für uns bei der Party erst richtig los.

Paragleiter bei RISE&FALL 2017
©Marco Francazi
Paragleiter bei RISE&FALL 2017
©Marco Francazi
Paragleiter bei RISE&FALL 2017
©Marco Francazi

Was ist dein Ziel, das du bei RISE&FALL erreichen willst?

Das größtes Ziel für mich und mein Team ist es, verletzungsfrei ins Ziel zu kommen, Spaß dabei zu haben und dass wir unsere Zeiten und Platzierungen vom letzten Jahr toppen können. 


Wie sieht dein Training und deine Vorbereitung während des Jahres zu RISE&FALL aus?

Ich trainiere jedes Jahr auf zwei große Sporteventshin, den RISE&FALL und den Dolomitenmann. Nach dem Dolomitenmann im September mache ich meist eine Trainingspause. Ab Ende September gehe ich, wann immer es die Bedingungen zulassen, zum Hike&Fly. Zusätzlich besuche ich noch die „Gesundheitswelt“ in Sillian. Ein paar Wochen vor dem Rennen trainiere ich spezielle Dinge wie den Schirm so schnell wie möglichst klein raffen, laufen mit gerafften Schirm, Rennstarts usw.     

 

Ist es das erste Mal, dass du bei RISE&FALL startest?

Wir sind dieses Jahr das dritte Mal dabei. Letztes Jahr war ein Traum. Atmosphäre war top, die Zuschauer top und die Party danach war sowieso der Hammer.

 

Kannst du mir sagen, warum du dir diese Qual antust? Du gehst doch an dein Limit oder gibt es bei dir noch Luft nach oben?

Ich mache extrem gerne mit, weil es ein extrem lässiger Bewerb ist. Es ist total aufregend und super organisiert. Es macht irrsinnigen Spaß, das Spektakel zuerst aus der Luft zu sehen und kurz später schon mit dem Schirm zwischen den Zusehern in den Übergabebereich zu rennen. Natürlich gehe ich total ans Limit, da ich mein Team nicht enttäuschen möchte und auch meine persönliche Zeit vom letzten Jahr schlagen möchte.  

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