Wurzeln schlagen!

Reginas, Monikas und Karins Schätze bekommen Wurzeln. Seit Anfang Juli blüht und sprießt in Hippach-Schwendau ihr gesundes Gemeinschaftsprojekt: Ein Kräutergarten, zugänglich für Jedermann!
Den neuen Kräutergarten in Hippach-Schwendau gibt es seit Juli 2017

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Endlich schlagen Regina, Monika und Karin Wurzeln. Seit 1. Juli 2017 hat ihr Kräutergarten in Hippach-Schwendau seinen festen Platz gefunden. Die drei Kräuterfrauen erfüllen sich einen lang ersehnten Traum und machen die Welt für uns alle ein bisschen gesünder! Denn ihr Kräutergarten ist öffentlich zugänglich. Der Grundgedanke resultiert aus einer simplen, aber nachhaltigen Idee: „Wir wollen vor allem den jungen Leuten und den Kindern die Natur wieder näherbringen.“ So wuchs ein duftender Lern- und Schaugarten, dessen Lehrwirkung schon beim Aufziehen ansetzte. Ohne die Hilfe der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer hätte Regina, Monika und Karin das Projekt kaum realisieren können. Der örtliche Gärtner half beim Planen. Asylbewerber, Schüler und Kindergartenkinder sammelten Steine und richteten sie an, setzten Pflanzen und gestalteten die Beet-Tafeln. Die Sponsorengelder flossen vom Tourismusverband Mayrhofen, den Gemeinden Schwendau und Hippach, der örtlichen Pfarrei, und dem Land Tirol. Nun blühen seit Juli im Kräutergarten 160 verschiedene Pflanzenarten. Der große Vorteil: „Die Kräuter sind ganz unempfindlich und wachsen hier im Garten genauso, wie in der freien Natur. Die Pflanzen werden nicht gedüngt.“ Im Garten sprießen rund 80 Prozent heimische Pflanzen und fast alle gängigen Küchenkräuter. „Es gibt aber auch ein paar Exoten, wie zum Beispiel die Aloe Vera, die Artischocke oder den Sonnenhut.

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Natürliche Wunderwirkungen mit Termin

 

Den Mehrwert für den Tourismus und die Region Mayrhofen-Hippach merken die Frauen ganz gewaltig: „Das Interesse ist da. Ab dem kommendem Frühjahr 2018 wollen wir wöchentlich einen Termin ansetzten, an dem wir Führungen anbieten“, erklären die Frauen. „Wenn die Kräuter genug gewachsen sind und verarbeitet werden können, wollen wir auch Workshops anbieten und die Pflanzen gemeinsam pflücken, trockenen und Tinkturen ansetzten oder sie zu Salben verarbeiten. Die Leute sollen sehen, wie sie bestimmte Produkte selber herstellen können. Der Hauptgedanke ist der Bezug zur Natur.“ Regina, Monika und Karin sind Profis auf ihrem Gebiet. Alle drei absolvierten die Ausbildung zur Kräuterexpertin.

Kräutergarten beim Widum in Hippach
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Der Kräutergarten in Hippach-Schwendau ist ein Lehr- und Lernprojekt für Interessierte
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Alles blüht und durftet im Kräutergarten in Hippach-Schwendau
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Pflanze statt Pille

Monika hat eine besonders interessante Sicht auf die Verwendung von Pflanzen und deren Wirkung: Sie arbeitet in einer Apotheke als pharmazeutisch kaufmännische Assistentin. Die 28-Jährige hat tagtäglich mit industriell hergestellter Arznei zu tun. Dennoch greift sie lieber zuerst zur Pflanze als zur Pille. „Natürlich kann man nicht generell auf Medikamente verzichten, aber für manche Leiden werden zu oft Rezepte aufgeschrieben, deren Heilung ich zuvor mit natürlichen Mitteln probieren würde“, sagt Monika. „Ich mag den Frauenmantel. Weil er bei allen Frauenleiden hilft, wie zum Beispiel Krämpfen oder zu schwacher Durchblutung. Außerdem wirkt er blutstillend.“ Auch die knotige Braunwurz besitzt eine heilende Gabe. Regina macht daraus gerne eine Fieberblasensalbe, denn die Pflanze hilft gegen virale Leiden auf der Haut. Im Kräutergarten der Frauen wächst noch ein ganz besonders natürlicher Schatz: Das natürlich Penicillin, die Bibernelle, die zur Tinktur verarbeitet wird.

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