Aufgewachsen in der Zillertaler Bergwelt

Inmitten der wunderschönen Bergkulisse und großen Abenteuerspielplätzen der Zillertaler Alpen durfte Selina groß werden, den Sommer verbrachte sie mit ihrer Familie auf einer Hütte auf 2.000 Meter Seehöhe. Hier erzählt uns Selina von ihrer Kindheit in den Bergen.
Kindheit in den Zillertaler Bergen

©Selina Heigl

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Taufe am Berg

Ich durfte eine unbeschwerte und vor allem glückliche Kindheit genießen. Die Ehre, dass ich als einziges Kind auf dem Berg getauft wurde, darf dabei nicht unerwähnt bleiben. Der Pfarrer erzählt heute noch voller Stolz und Freude, welches Glück er hatte, auf dieser Höhe ein Baby mit Gletscherwasser getauft zu haben und kommt mich immer wieder mal besuchen, um mir einen gesegneten Engel vorbei zu bringen.

Kindheit in den Zillertaler Bergen
©Selina Heigl
Kindheit in den Zillertaler Bergen
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Kindheit in den Zillertaler Bergen
©Selina Heigl
©Selina Heigl

Internet & Co

An Spielkameraden mangelte es bei uns nie, denn täglich kamen neue Gäste, die bei uns übernachteten und den Kindern durften wir das Spielen mit der Natur ein wenig näher bringen. Mobiltelefon & Internet gab es bei uns nicht, wir spielten mit Steinen, im Wasser, bauten Staudämme, fütterten unsere Hasen und beobachteten die Tierwelt. Uns wurde nie langweilig. Anstatt Fernsehprogramm wurde bei uns abends Karten gespielt. Der Wunsch zu gewinnen wurde bei jeder Runde größer und größer!

 

Die Natur als unser Labor

Zu unseren täglichen Wanderungen gehörten der Schwarzsee, die Granatenmühle, das Schönbichlerhorn und die Hornlake. Denn auf 2050 m einen kleinen See zu haben, wo man schwimmen gehen kann, ist einfach nur großartig und nicht selbstverständlich. Ich erinnere mich an das erste Mal, wo wir zur Granatenmühle wanderten, um dort die roten Steine vom Bach zu sammeln. Ich liebte es, mit den lokalen Steinexperten auf die Suche zu gehen, um mehr über diese faszinierenden Granaten zu erforschen. Als Belohnung für meine Mühe bekam ich sogar ein eigenes Sieb inklusive Schaufel, das machte mich natürlich sehr stolz! 

©Selina Heigl

Früh übt sich

 

Meine Lieblingsbeschäftigung im Sommer war das Arbeiten auf der Hütte. Ich half meiner Mutter und meiner Oma im Service und meinen Vater und meiner Tante in der Küche. Der Kontakt zu den Gästen bereitete mir am meisten Freude und deshalb war ich meistens im Service oder zeigte den Gästen die Zimmer. Manche Gäste waren dabei sehr erstaunt, dass so ein junges, kleines Mädchen sich bester Informationen weiß. Durch unserer Hütte hatten meine Eltern in der Sommerzeit immer sehr viel Arbeit und deswegen kaum Zeit für meinen Bruder und mich, dennoch haben wir eine wunderschöne Kindheit genossen, da wir immer neue Ideen hatten unsere Ferien erlebnisreich zu gestalten. 

Mein Bruder und ich wurden von Zeit zu Zeit älter, da blieben gewisse Verpflichtungen und Verantwortungen nicht aus. Ich blicke aber mit einem lachenden Gesicht auf meine Kindheit zurück. 

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