Der Rechenmacher aus dem Zillertal

Unter dem Motto „back to the roots“ fertigt Johann Fankhauser aus dem Zillertal Holzrechen an, die wie in guten alten Zeiten ihre Dienste auf Wiesen und Feldern leisten. Ein Tiroler Handwerk mit uralter Tradition.

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Rechenmacher Johann Fankhauser

Johann Fankhauser mit seinem Tiroler Handwerk

Unter dem Motto „back to the roots“ fertigt Johann Fankhauser aus dem Zillertal Holzrechen an, die wie in guten alten Zeiten ihre Dienste auf Wiesen und Feldern leisten. Ein Tiroler Handwerk mit uralter Tradition.

Tiroler Handwerk als Erholung

Rechenmacher Zillertal

Eines der Meisterstücke von Rechenmacher Johann Fankhauser.

Er ist ein richtiger Holzwurm und verbrachte rund 40 Jahre seines Lebens in einer Zimmerei. Rechenmacher Johann Fankhauser ist seine Werkstatt heilig, wo er bei flotter Musik gut die Hälfte seines Lebens verbringt. Das Tiroler Handwerk mit Holz bezeichnet er nicht als Arbeit, sondern als reine Erholung. In seiner Arbeitsstätte scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Duft des Holzes liegt in der Luft und verbreitet behagliche Ruhe.

Wie der Vater, so der Sohn

Begonnen hat der Tiroler sein Handwerk nach dem Krieg bei einem Bauer, der eine Hobelbank sein eigen nannte. Er benötigte dringend einen Rechenmacher für die Feldarbeit. Das Talent und die Freude daran sind Johann Fankhauser von seinem Vater vererbt worden. Von ihm bekam er nicht nur die Fähigkeiten, sondern auch die Leidenschaft.

 

Rechenmacher Johann Fankhauser

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Rohstoff fürs Handwerk aus dem Wald

Das Material für das Tiroler Handwerk wird zur Gänze mit hohem Zeitaufwand im Wald selbst gesucht. Für die Zähne des Rechens eignen sich am besten jüngere Eschenbäume, weil altes Holz schnell morsch wird. Für den Stiel verwendet der Rechenmacher aus dem Zillertal Fichtengipfel, die von selbst dürr werden. „Sonst geht man verschwenderisch mit der Natur um.“, klärt uns Hans Fankhauser auf.

Rechenmacher Zillertal

Jeder Rechen wird per Hand angefertigt – mit viel Leidenschaft und Fingerfertigkeit.

Geschick und Fingerfertigkeit

Einzig und alleine die Hobelmaschine erleichtert das mühsame „Glätten“ des Stiels und der Zähne. Gleichzeitig mit dem Hausbau 1958 kam die Maschine in seine Werkstatt. „Eine große Unterstützung für die Herstellung eines Rechens.“, bestärkt Fankhauser. Alles andere wird händisch hergestellt. Das Joch zum Beispiel wird mit Löchern durchbohrt, um die Zähne dort verankern zu können.

Nachfolger fürs Tiroler Handwerk gesucht

Pro Jahr werden etwa 50 Stück Rechen in akribischer Handarbeit hergestellt. Es bleibt allerdings für den Rechenmacher ein reines Hobby, von dem die Bauern in der Nachbarschaft profitieren. Noch – denn bis jetzt ist das spezielle Tiroler Handwerk noch nicht auf die Jugend im Zillertal übertragen worden. „Die Arbeit dauert zu lange und es gibt kein Geld dafür…“, so der lapidare Kommentar von Rechenmacher Johann Fankhauser.

 

 

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