Die Anfänge des Skifahrens im Zillertal

Norwegen, Russland, Schweden oder China? Da erheben gleich mehrere Länder den Anspruch, Wiege des Schifahrens zu sein. Wir machen nun eine kleine Reise zurück zu den Anfängen des allseits beliebten Schneesports…

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Skilift

Norwegen, Russland, Schweden oder China? Da erheben gleich mehrere Länder den Anspruch, Wiege des Schifahrens zu sein. Wir machen nun eine kleine Reise zurück zu den Anfängen des allseits beliebten Schneesports…

 

Die Norweger behaupten, sie hätten die Holzskier als Fortbewegungsmittel erfunden. Aber auch die Russen sagen dasselbe und neuerdings schneidet sich auch China ein Stückchen vom Skikuchen ab, wurde das Skifahren nämlich anscheinend vor über 10 000 Jahren im Norden Chinas erfunden. Hier soll es also begonnen haben, hier soll sich ein findiger, steinzeitlicher Jäger nach der letzten Eiszeit als Erster Holzplanken unter die Füße gebunden haben, um sein potenzielles Mittagessen auch im Schnee verfolgen zu können.

Wie kommt’s zu dieser Behauptung? Im nordwestlichen China hat man uralte Felszeichnungen von Menschen auf Holzbrettern entdeckt, die einen Steinbock jagen. Diese Felskritzelein sind zwar auch in Norwegen und Russland zu finden – nur sind diese nicht ganz so alt. Also die Tätigkeit „Schifahren“ bzw. Nahrungsaufnahme auf Schneebrettern geht in diesem Fall auf China’s Kappe – und die Skier selbst? Da freuen sich die Schweden. Die ältesten Skier, das wurde mit der sogenannten Radiokarbonmethode bewiesen, wurden bei Hoting in Schweden gefunden und auf 2500 v. Chr. datiert.

1767 - samische Skifahrer mit typischen Lapplandskiern Foto: wikipedia.org

1767 – samische Skifahrer mit typischen Lapplandskiern Foto: wikipedia.org

Jetzt müssen wir noch klären wo die Anfänge des Skifahrens als Sport liegen und da geht’s wieder zurück nach Norwegen. Die norwegische Landschaft Telemarken gilt gemeinhin als Ursprungsregion des Skifahrens als sportliche Betätigung. Die Norweger sorgten für die massive Verbreitung des Skisports in Europa und Nordamerika. Der damalige „Ur-Ski“ war konkav geformt und verfügte bereits, ähnlich wie moderne Carving-Skier, über eine Taillierung. Aus dieser ursprünglichen Fahrweise mit fersenseitig nicht fixierter Bindung leiten sich auch die anderen Skitechniken (Langlauf, Tourengehen und im weiteren Sinne auch Skispringen) ab. Die Skier aus Norwegen fanden ihren Weg nach Mitteleuropa, genauer gesagt in die Alpen.

Die Anfänge des Skifahrens in Mayrhofen Foto: Archiv Skischule Mayrhofen

Die Anfänge des Skifahrens in Mayrhofen Foto: Archiv Skischule Mayrhofen

Die Wiege des österreichischen Skisports liegt 1901 in St. Christoph am Arlberg, wo auch heute noch die staatlichen Skilehrer ausgebildet werden. Am Arlberg wagten sich erste Pioniere die steilen Hänge ins Tal hinunter. Am 3. Januar 1901 gründen 3 Freunde im Hotel Hospiz auf 1.800 m Seehöhe in St. Christoph den Ski Club Arlberg. Die Skifahrer waren damals noch in Loden gekleidet und die Holz-Skier wurden mit der Ein-Stock-Technik gesteuert. Der Skiclub Arlberg ist der größte Ski-Club Europas und umfasst mit der Einbindung der Orte Lech, Zürs, Stuben, St. Christoph und St. Anton hundert Jahre nach der Gründung 7.000 Mitglieder aus 53 Ländern. Neben den Mitgliederzahlen von Skiclubs und den Gründungen erster Skischulen entwickelte sich aus dem Holzski ein Holzski mit Kanten, immerhin die Weiterentwicklung eines Österreichers in den 1920iger Jahren. Schon im Jahr 1909 entwickelte die französische  Firma Rossignol geschwungene Ski, doch das Modell setzte sich lange Zeit nicht durch. Erst 1996 kamen die Carving-Ski erneut auf und eroberten nun den Markt.

 

Da wurde in Mayrhofen schon lange große Geschichte geschrieben – 1. Weltcup-Sieg für Uli Spieß 1978. Schon im Alter von 2 Jahren tauschte Uli Windeln gegen Skier. Uli’s Eltern – Ernst und Riki Spieß – trugen maßgeblich zur Entwicklung Mayrhofens als renommierten Wintersportort bei und gründeten die erste Skischule in Mayrhofen. 1968 wurde die Ahornbahn errichtet, wodurch das ideale Anfängergelände entstand. 1971 erbauten Ernst und Uli mit Hilfe eines tollen Teams von Bauleuten und Skilehrern die Ahornhütte

Heute steht Uli Spieß natürlich immer noch auf den Brettern, allerdings am liebsten mit seinen Enkerln.

 

Uli Spieß auf den Brettern.

Schon als 2-Jähriger stand er auf den Skiern.

Von Anfang an ein Naturtalent.

 

Fazit: Egal ob jetzt nun die Schweden die Bretter erfunden haben oder die Norweger das Skifahren an sich – das Skiparadies Mayrhofen-Hippach geht auf jeden Fall auf unsere Kappe!

Alles zu Uli Spieß und seiner Ahornhütte gibt’s hier!

Und alles zum Start der neuen Saison einfach hier nachlesen!

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In der Ferienregion Mayrhofen-Hippach haben Kultur & Tradition seit jeher einen hohen Stellenwert und werden in vielfältiger Weise gepflegt. Neben vielseitigen sportlichen Angeboten laden zahlreiche musikalische und kulinarische Schmankerl zum Lauschen, Feiern, Schlemmen und Genießen ein.

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