Geigenbauerin aus Tirol: Handwerk mit Leidenschaft

Geige spielende Musiker und Musikanten – nicht nur aus dem Zillertal – schätzen die Handwerkskunst „ihrer“ Geigenbauerin Nicole Neussl, die in Kaltenbach seit zwölf Jahren dieses seltene Handwerk in der eigenen Werkstatt ausübt. Und damit Leidenschaft und Brotberuf harmonisch und klangvoll verbinden kann.

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Geigenbauerin Zillertal

Nicole Neussl und ihre Streichinstrumente

Geige spielende Musiker und Musikanten – nicht nur aus dem Zillertal – schätzen die Handwerkskunst „ihrer“ Geigenbauerin Nicole Neussl, die in Kaltenbach seit zwölf Jahren dieses seltene Handwerk in der eigenen Werkstatt ausübt. Und damit Leidenschaft und Brotberuf harmonisch und klangvoll verbinden kann.

Geigenbauerin im Tal der Musik

Gerade einmal eine Handvoll Geigenbauer sind insgesamt in Tirol beheimatet. Das untermauert, wie wenig verbreitet diese Handwerkskunst ist. Das Interesse daran, dieses Instrument zu erlernen, nimmt jedoch im „Tal der Musik“ sichtlich zu. Viele Geigenschüler besuchen mittlerweile die Landesmusikschule Zillertal, wodurch auf Nicole Neussl (sie selbst begann mit zehn Jahren Geige zu spielen) in ihrer Geigenwerkstatt wohl künftig noch mehr Arbeit zukommen wird.

Holz für den guten Ton

Geigenbauerin Tirol

Jede Geige von Nicole Neussl ist ein Unikat

Das Streichinstrument ist besonders sensibel und benötigt viel Feingefühl. Nicht nur bei der Anfertigung, auch beim Spielen. Idealerweise braucht die Geige alle ein bis zwei Jahre eine Überprüfung und einen neuen Bezug des Bogens – sprich neue Pferdehaare (in der Regel vom Schimmel). Nur dadurch bleibt sie „streichfähig“, erhält die perfekte Schwingung und erzeugt den guten Ton. Der Klang einer Geige basiert auf den verwendeten Holzarten und deren Be- und Verarbeitung. So wird bevorzugt Bergfichte für die Decke sowie Ahorn für Boden, Hals und Zarge verwendet. Der Bau einer Geige muss viele Parameter erfüllen. Auch der Art des Lacks wird dabei eine bedeutende Rolle zugemessen.

Eine Geige gehört regelmäßig gespielt

Die Kosten für diese diffizile Handarbeit belaufen sich von der einfachsten Variante ab 800 Euro bis hin zu Millionen, die für eine Stradivari ausgegeben werden. Wird das Streichinstrument regelmäßig gespielt, kann sie zu Höchstleistungen auflaufen. Geigen, die über Jahrhunderte von den besten Geigern ständig in die Hand genommen wurden, sind eingespielt und dementsprechend wertvoll und wohl erklingend.

Musikalische Leidenschaft in der ganzen Familie

Eingespielt ist auch die ganze Familie Neussl: Geigenbauerin-Gatte Stefan entwickelte als akademischer Musiker und Lehrer Trompeten und Flügelhörner. Die beiden Töchter spielen Cello und Querflöte. Damit machen die Neussls auf hohem Niveau den musikalischen Ruf des Zillertals alle Ehre.

 

 

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