Läuft wie geschmiert!

Richard Schneider trägt schwere Lasten: 74 Tonnen (!) und mehr muss er stemmen. Mit Köpfchen. Der 34-Jährige ist Betriebsleiter bei den Mayrhofner Bergbahnen. Er sorgt für einen reibungslosen Ablauf und einwandfreie Revisionsarbeiten: Alles läuft wie geschmiert.
Richard Schneider arbeitet für die Mayrhofner Bergbahnen.

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Es rattert. Im Sekundentakt rauschen die Kabinen der Penkenbahn in Mayrhofen vorbei. Menschen steigen aus, andere wieder ein. Was aussieht wie am Fließband ist in Wahrheit ein ausgeklügeltes System, das nach modernsten, technischen Sicherheitsstandards ausgeführt wird. Denn es geht um den Transport von Menschenleben. Hinter dem reibungslosen Ablauf stehen Richard Schneider und sein Team. Der 34-jährige Betriebsleiter ist seit sieben Jahren bei den Mayrhofner Bergbahnen angestellt.

 

Er ist Techniker mit Herz und auch zuständig für Personal und Bauprojekte. „Ich bin das Mädchen für alles“, scherzt Richard. Ihm gefällt sein Beruf. „Man kommt viel rum und sitzt nicht nur am Schreibtisch. Die Abwechslung zwischen Büro und Berg ist für mich das Schönste.  Meine Mitarbeiter und ich sind leidenschaftliche Berggeher und sehr naturverbunden. Die Leute identifizieren sich mit der Natur und der Umgebung. Man muss schon ein eingefleischter Typ sein, dann ist man der Richtige für den Job.“ 

Die Penkenbahn in Mayrhofen im Zillertal wird regelmäßig genau überprüft.
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Die Penkenbahn in Mayrhofen im Zillertal läuft beinahe das ganze Jahr über.
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Die Penkenbahn in Mayrhofen im Zillertal wird regelmäßig genau überprüft.
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Doppelt hält besser

 

Weil die Sicherheit der Gäste oberste Priorität hat, muss das Technik-Team die Bergbahnen regelmäßig kontrollieren. Das nennt man dann Revisionsarbeiten. „Die finden das ganze Jahr über statt. Anlagen, die wir nicht im Sommer betreiben, revisionieren wir im Laufe des Sommers. Anlagen wie die Penkenbahn, die fast das ganze Jahr über in Betrieb ist, machen wir in der Nicht-Saison, sprich nach der Wintersaison bis zur Sommersaison und nach der Sommersaison bis zur Wintersaison.“ Den Monat Pause zwischen den Saisonen nutzt Richard also zum Überprüfen, Kontrollieren und Instandhalten. Das besondere an der Penkenbahn: „Bei uns wird alles doppelt ausgeführt. Dadurch garantieren wir maximale Sicherheit. Es gibt für alle möglichen Fehlzustände einen entsprechenden Ersatz“. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Fahrgäste auch bei einem plötzlichen Betriebsausfall in den Kabinen sicher sind. „Ein zweiter unabhängiger Notantrieb, ein zusätzliches Notstromaggregat, Notauflagerungen an allen Umkehrscheiben und Streckenrollen mit Notlaufeigenschaften“ gewährleisten den sicheren Transport der Gäste. 

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Wahre Schwergewichte

Wir haben 32 Gondeln. Eine Kabine wiegt 1.650 kg.“ Das sind enorme Lasten, die an der 3S Penkenbahn hängen. 3S deswegen, weil die Bahn an drei Seilen geführt wird: einem Zugsseil und zwei Tragseilen. Und die sind wahre Schwergewichte: 74 Tonnen (!) beträgt das Zugseilgesamtgewicht. Das Tragseilgesamtgewicht kommt auf 57 Tonnen. Der Vorteil dieser Konstruktion ist allerdings, dass die Bahn windstabiler und damit höherer Fahrkomfort gegeben ist. In rund 15 Minuten ist der Gast auf dem Berg – über knapp 1.000 Meter sitzt er dabei bequem in der Bahn. Und die steht niemals still.

 

Wer möchte, kann sich auch selbst ein Bild vor Ort machen, denn die Penkenbahn kann während einer Seilbahnführung erkundet werden. Alle Infos dazu und weitere Programm-Highlights der Bahn gibt’s hier.