Kapelle Burgstallschrofen

Ort: Hippach

Im Süden der Gemeinde Schwendau erhebt sich mitten im Talboden ein mächtiger Fels aus Kalk und Dolomit, auf dem die weithin sichtbare Burgschrofenkapelle steht. Aufgrund der Ereignisse um die Ausweisung der Zillertaler Protestanten 1837 wurde auch in Schwendau als sichtbares Zeichen und quasi als „Mahnmal“ für den katholischen Glauben die Kapelle am Burgstallschrofen errichtet. In einer alten Schrift heißt es: „Dem sinnigen und still thätigen Herrn Pfarrer zu Hippach Josef Kirchner gelang es mit Beihilfe der benachbarten Geistlichkeit, durch wohlthätige Beiträge und sehr viele Robotten der Gemeinde ein recht zierliches Kirchlein in runder Form herzustellen, das von weitem gesehen die ganze Gegend verschönert und die Augen der Wanderer auf sich zieht.“ Die neubarocke Wallfahrtskirche „Zu unserem gekreuzigten Heiland“ erreicht man heute über einen kurzen und von gemauerten Kreuzwegstationen gesäumten Weg. Die Grundsteinlegung erfolgte am 12. Mai 1844.

Die Frage, ob hier mal eine Burg stand, wurde im Sommer 2015 durch Testgrabungen genauer untersucht. Dabei wurden Mauerreste aus fünf Bauepochen freigelegt. Der Schwendauer Stefan Wechselberger befasste sich umfassend mit dem Thema und brachte das Buch "Das Geheimnis vom Burgstallschrofen" heraus, das beim Tourismusverband Mayrhofen-Hippach erhältlich ist. 

Der Burgstallschrofen war und ist ein besonderer Ort für Gläubige und Ruhesuchende und ein wahrer Kraftplatz mit vielen verschiedenen Kräutern, Blumen, Sträuchern und Gräsern. 


Kontakt

Kapelle Burgstallschrofen
Burgstall
6290 Mayrhofen

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