Auf dem Hannemannweg hoch über dem Zillergründl

Ein Geheimtipp im Zillergrund - Panormatour zur Plauener Hütte und über den Hannemannweg zur Hohenaualm.
Nach einer angenehmen Busfahrt von Mayrhofen durch den Zillergrund bis hinauf zur Staukrone auf 1.840 m, geht es zu Beginn durch den knapp 400 m langen, beleuchteten Tunnel. Nach dem Tunnel führt uns der Anstieg auf der Straße weiter taleinwärts, bis Wegtafeln zur Plauener Hütte weisen. Die Plauener Hütte bereits vor Augen, folgen wir dem Steig Nr. 502 durch den mit schönen Zirben bewachsenen „Rinderwald“ und erreichen in weiterer Folge das weitläufige - vom Gletscher und seinen Bächen geformte - Kuchelmooskar. Während des Aufstieges werden die Blicke immer wieder zum imposanten Kuchelmooskees hinaufschweifen. In zahlreichen Kehren erreichen wir schließlich die hoch über dem Zillergrund gelegene Plauener Hütte (2.364 m). Die Schutzhütte ist ein Stützpunkt für hochalpine Bergtouren auf Reichenspitze, Kuchelmooskopf und Wildgerlosspitze sowie für Übergänge ins Rainbach- und Krimmler Achental. Auch ins benachbarte Südtirol lassen sich alpine Wanderungen über das Heiliggeistjöchl ausdehnen. Mit einem letzten Blick auf das Kuchelmooskees und seine Gipfeltrabanten lassen wir die Bergszenerie hinter uns und folgen dem Hannemannweg Nr. 502 nach Süden. Dabei wird uns mit Sicherheit auf der gegenüberliegenden Talseite die Felspyramide des Rauchkofels ins Auge stechen. Genussvoll und ohne viel Höhengewinn erreichen wir auf dem schön angelegten Steig das weitläufige Hohenaukar, welches unter den Wänden der Rainbach-und Zillerplattenspitze vom Hohenaukees begrenzt wird. Die vielfältige Landschaft mit ihrer üppigen Flora lädt immer wieder zum Innehalten und Genießen der Bergwelt ein. Mit etwas Glück bekommen wir auch den einen oder anderen Steinbock zu Gesicht. Nach gut 1 ¾ Std. Gehzeit ab der Plauener Hütte und knapp 200 Höhenmetern im Aufstieg erreichen wir im Seekar den Kreuzungspunkt auf 2.475 m, der uns entweder hinauf zur Zillerplattenscharte und weiter zur Zillerplattenspitze oder über Bergwiesen hinunter zum idyllischen Oberboden führt. Von Warnrufen der Murmeltiere begleitet, erreichen wir nach knapp 35 Minuten den 2.260 m hohen Kreuzungspunkt im Oberboden, wo wir uns nun nach Norden wenden und am Fuße der steil aufragenden Felsspitzen von Rauchkofel, Kleinspitze und Großem Blick von der Zillerplattenspitze nach Norden in das Herz der Reichenspitzgruppe Blick von der Zillerplattescharte zum Eissee.
 
Dem Steig Nr. 517 entlang von Bächen und Quellen bis zur Hohenaualm (1.868 m) folgen. Zahlreiche Gebetsfahnen schmücken die bewirtschaftete Almhütte, weshalb sie auch den Namen „Klein Tibet“ trägt. Der letzte Teil der Wanderung führt uns auf dem Schotterweg am Nordost-Ufer des Zillergründl-Speichers in 1 - 1 ½ Std. zurück zum Ausgangspunkt, wobei im Mittelteil nochmals eine kurze Steigung zu überwinden ist.
 
 
Mögliche Gletscherfreie Gipfelziele von der Plauener Hütte und vom Hannemannweg
 
Rainbachköpfl (2.690 m): Dieser unscheinbare Gipfel, der sich knapp 300 Höhenmeter oberhalb der Plauener Hütte befindet, ist der Hausberg und aufgrund seiner grandiosen Ausblicke ein beliebtes Bergziel. Von der Plauener Hütte in 45 Min. erreichbar (T2). Zillerplattenspitze (3.148 m): Nach ca. 1 ¾ Std. Gehzeit von der Plauener Hütte, zweigt auf 2.475 m der Steig zur Zillerplattenscharte ab, die man nach einer knappen Stunde erreicht. Anschließend auf Steigspuren über den Süd- und Südostrücken mitunter in leichter Kletterei (Schwierigkeitsgrad I) in ca. 40 Min. zum Gipfel (T4).
 
Das Tauernfenster
Markant erheben sich die dunklen, schroffen Felsspitzen und Grate der Zillertaler Alpen in den Himmel. Harte Zentralgneise bilden den inneren Kern des Tauernfensters, das sich durch einen besonderen mineralogischen Reichtum auszeichnet. Zahlreiche und zum Teil sehr seltene Minerale, wie Turmalin, Bergkristall, Rauchquarz, Amethyst, Magnetit und Fluorit, aber auch verschiedene Erze, locken seit jeher Mineraliensammler aus Nah und Fern in die Zillertaler Berge.


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Höhenmeter 1100m
Höchster Punkt 2481m
Streckenlänge 15.2km
Gehzeit gesamt 7h 30min
Ausgangspunkt Bushaltestelle Zillergründl
Endpunkt Bushaltestelle Zillergründl
Beste Jahreszeit Anfang Juni - Mitte September
Wegbeschaffenheit Die Höhenwanderung entlang des Hannemannweges bietet herrliche Ausblicke auf die vergletscherte Reichenspitzgruppe und die südlichen Grenzberge der Zillertaler Alpen. Zudem kann die Rundtour mit einer Besteigung der Zillerplattenspitze (3.148 m) über die Zillerplattenscharte (2.880 m) mit Blick auf den wunderschönen Eissee erweitert werden. Dann sollte man aber auf der Plauener Hütte nächtigen. Zurück zum Ausgangspunkt geht es über die Hohenaualm, auch als „Klein Tibet“ bekannt.

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