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Dieses Bild zeigt das Logo „Schwendauer Pfad“, einen grünen Hintergrund mit Text zu Erlebnisrundwegen sowie die Statue eines Mannes mit Hut, Hemd und Weste. Unten befindet sich ein Hinweis auf drei zusätzliche Rundwege.

Schwendauer Pfad

Erlebnisreicher Stationen-Rundweg durch Schwendau

Entlang des Schwendauer Pfades tauchst du auf verschiedenen Wegen in die Pluralität des Ortes ein. Als Start (Augasse) des Schwendauer Pfades wurde der Kunstfluss mit eindrucksvollen Holzskulpturen gewählt. Entlang dieser circa 3,7 km langen Strecke kommst du am sagenumwobenen Burgschrofen vorbei, der anhand eines eigenen, kurzen Themenrundweges in die bewegte Geschichte einblicken lässt. Unweit entfernt befindet sich der Zimmerebenrundweg, der 240 Meter in die Höhe führt. Diesen empfiehlt es sich als separate Tour zu planen. Der Schwendauer Pfad führt weiter und gibt auf Höhe der Horbergbahn nochmals die Option für eine zusätzliche, mittelschwierige Wanderung frei – dem Wasserfallrundweg. Entlang des Schwendauer Pfades wanderst du gemütlich weiter bis ins sonnenverwöhnte Dorfzentrum.

Details zum Schwendauer Pfad

  • Gesamtlänge 8,2 km

  • 90 Höhenmeter

  • Gehzeit ca. 2:30 h

Stationen des Schwendauer Pfades

Kunstinstallation am Schwendauer Pfad – zwei stilisierte Vögel auf einem Ast vor blauem Himmel und Bäumen, Station 1 "Kunstfluss" in Tirol, fotografiert von Paul Wechselberger.
Kinder spielen auf einem Holz-Balancierparcours im Auenland Sidan am Schwendauer Pfad in Tirol, umgeben von grünen Wiesen und Bergkulisse, Station 2 „Auenland Sidan“, fotografiert von Thomas Eberharter Photography.
Blick auf den bewaldeten Hügel Burgschrofen mit Kapelle am Schwendauer Pfad in Tirol, umgeben von Wiesen und Bergen, Station 3 „Burgschrofen“, fotografiert von Paul Wechselberger.

1. Kunstfluss

Entlang der Zillerpromenade (linke Seite) erstreckt sich auf einer Länge von ca. 3,7 km der sogenannte „Kunstfluss“. Anlässlich des 800-Jahr-Jubiläums der Gemeinde Schwendau (im Jahr 2008) brachten neun Künstler die kulturellen Gegebenheiten des Zillertals ins Verhältnis der globalisierten Welt. Diese Gedanken, verewigt in Holzskulpturen, finden seither diesen öffentlichen Raum. Ziel ist es, aus dem Kunstfluss einen Denkfluss zu schaffen. Das Publikum soll zum aktiven Mitdenken und -handeln motiviert werden. Schwierigkeitsgrad: leicht

2. Auenland Sidan

Im Auenland wartet das Abenteuer! Der im Sommer 2020 neu errichtete 3500 m2 große Spielplatz, weckt Bewegungs- und Entdeckergeist. Groß und klein toben sich hier so richtig aus: beim Wasser-Sand-Areal mit Floßanlage, im Labyrinth, im Seiledschungel oder beim Kletterbereich. Zudem wird auf der Trampolinanlage gehüpft, geschaukelt und mit den Gymgeräten hantiert. Im zentralen Mittelfeld befindet sich der Familienbereich mit Sitzmöglichkeiten, Kleinkinderbereich, Baumhaus, Rutschenturm, Bibertunnel, Naschgarten und Kiosk. Parkplätze befinden sich während der Sommermonate bei der Horbergbahn.

Schwierigkeitsgrad: leicht

3. Der Burgschrofen

Wie ein markanter Hügel am Talboden, vergleichbar mit einer Vulkaninsel, die aus dem Ozean schaut, erhebt sich der Burgschrofen – auch Burgstallschrofen genannt. Seit jeher wetteifern Sagen, Mythen, Geschichte, sogar die Botanik und Geologie um ihre Aufmerksamkeit, wenn es um den geschützten Landschaftsteil Burgschrofen geht. Entlang des neuen Rundweges tauchst du in die vielen Besonderheiten des Burgschrofens ein.

Burgschrofen-Rundweg: ca. 0,35 km, 25 Höhenmeter, Gehzeit: 20 min Schwierigkeitsgrad: leicht

Kletterer am Klettersteig Zimmereben in Tirol mit Blick auf den Fluss Ziller und die Ferienregion Mayrhofen-Hippach, Station 4 des Schwendauer Pfads „Zimmereben-Rundweg – Klettersteig“, fotografiert von Bernd Ritschel.
Sonnenstrahlen fallen durch die Bäume auf einen Waldweg am Schwendauer Pfad in Tirol, umgeben von dichter Vegetation und Holzgeländer, Station 5 „Waldweg“, fotografiert von Paul Wechselberger.
Kleiner Wasserfall zwischen Felsen am Wasserfallrundweg des Schwendauer Pfads in Tirol, Station 6 „Wasserfallrundweg“, fotografiert von Barbara Schneeberger.

4. Zimmerebenrundweg

Zwei schöne Wanderwege führen zum Zielgasthof Zimmereben: der Huterlanersteig und der Mariensteig. Der Huterlanersteig ist der kürzere Weg auf schmalem Steig mit Wurzeln, Steinen und abschnittsweise auch auf Stiegen (Gehzeit: ca. 40 Minuten, familientauglich). Der Mariensteig ist der längere Wanderweg mit mäßiger Steigung (Gehzeit: ca. 50 Minuten, familientauglich). Kombiniert man die beiden Steige, so ergibt sich der Zimmerebenrundweg.

Details zum Zimmerebenrundweg: 2,8 km, 240 Höhenmeter, Gehzeit: ca. 1:30 h Schwierigkeitsgrad: mittel

5. Waldweg

Einmal tief Luftholen und Lauschen! Entlang des schönen Waldweges wird die Ruhe nur vom stillen Vogelgezwitscher untermalt. Er führt unterhalb der Waldgrenze und oberhalb der Häuser von Burgstall vorbei und bietet freie Blicke auf die Bergwelt des hinteren Zillertals, dem so vieles bestimmenden Ziller sowie die umliegenden Gemeinden Mayrhofen, Brandberg, Ramsau und Hippach.

Schwierigkeitsgrad: mittel

6. Wasserfallrundweg

Äußerst abwechslungsreich verläuft der 5,9 km lange Wasserfallrundweg mit 435 Höhenmetern. Er startet mit Berichten über Naturkatastrophen, bringt Traditionshandwerk und das herausfordernde Leben am Bergbauernhof näher, zeigt aber vor allem auch die unsägliche Schönheit der Natur: Der Keilkellerwasserfall stürzt in mehreren Kaskaden tosend in die Tiefe, während der satte Wald vollkommene Glückseligkeit ausstrahlt. Auf sechs beschilderten Stationen erhältst du viele interessante Einblicke.

Details zum Wasserfallrundweg: 5,9 km, 435 Höhenmeter, Gehzeit ca. 2:30 h Schwierigkeitsgrad: mittel

Brennmeister an einer glänzenden Kupferbrennerei im Stiegenhaushof am Schwendauer Pfad in Tirol, Station 7 „Stiegenhaushof“.
Historische Alte Stiendl Brennhütte mit Holzfassade und Steinmauern am Schwendauer Pfad in Tirol, Station 8 „Alte Stiendl Brennhütte“, fotografiert von der Gemeinde Schwendau.
Der Thun, turmartiges Haus aus dem 13. Jahrhundert und einst Sitz des Amtmannes sowie Verwaltungszentrum des Amtes Schwendau, am Schwendauer Pfad in Tirol, Station 9 „Der Thun“, fotografiert von Paul Wechselberger.

7. Schnaps-Schaubrennerei Stiegenhaushof

Beispielhaft für die hohe Kunst, Tradition und Qualität des Schnapsbrennens in Schwendau, steht der Stiegenhaushof. Weit über hundert Prämierungen erhielten Martin und Kathrin Fankhauser für ihre Edelbrände und Liköre. Unter dem Motto „echt sehenswert“ wurde im Jahr 2012 der Kuhstall zur Schaubrennerei umgebaut. Hier kannst du auf Voranmeldung verkosten und das gemütliche Ambiente genießen.

Schwierigkeitsgrad: leicht

8. Alte Stiendlbrennhütte

Schnapsbrennen einst und jetzt – im Zuge der Dorferneuerung im Jahr 1996 wurde beim Stiendlerhof ein kleiner Dorfplatz mit Brunnen und einer alten Brennhütte errichtet. Die historische Brennhütte wurde liebevoll restauriert und führt als kleines Museum in die Welt des Schnapsbrennens ein.

Schwierigkeitsgrad: leicht

9. Der Thun

Der Name „Swentouwe“ tauchte um 1200 zum ersten Mal im ältesten Urbar des Amtes Zillertal auf. Der „Thun“ (13. Jahrhundert), also das turmartige Haus, war einst der Sitz des Amtmannes und galt als das Verwaltungszentrum des Amtes Schwendau. Das Gebäude kann nur von außen besichtigt werden. Es ist in Privatbesitz.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Dorfkapelle in Schwendau mit weißer Fassade und Holzschindeldach, umgeben von Zaun und Wiesen am Waldrand, Station 10 des Schwendauer Pfads „Dorfkapelle“, fotografiert von der Gemeinde Schwendau.
Sonnenlicht scheint durch die Drei Linden am Schwendauer Pfad in Tirol, umgeben von grünen Wiesen, Kühen und Bergkulisse, Station 11 „Drei Linden“, fotografiert von Paul Wechselberger.
Kräutergarten in Form eines stilisierten Sterns mit Steinbeeten und Sitzgelegenheiten am Schwendauer Pfad in Tirol, Station 12 „Kräutergarten“, fotografiert von Andreas Tipotsch.

10. Dorfkapelle

Als Dank für die Heilung vieler seiner Patienten, errichtete Alois Neuner, „Kiendlerdoktor“, im Jahr 1870 die Kiendler-Kapelle. Leider hielt sie der hohen Feuchtigkeit des Untergrundes (Schieferstein) nicht stand. Die Schäden an den Mauern waren derart groß, dass sie im Jahr 2001 abgerissen werden musste. Im Folgejahr wurde sie im gleichen Stil als Dorfkapelle wiedererrichtet. Besonders interessant ist die Schnitzfigur „Prager Kindl“ in der Kapelle sowie die 36 cm große Sterbeglocke von Heinrich Kessler – ein Prunkstück der spätgotischen Gießkunst mit qualitätsvollen Reliefs (1497).

Schwierigkeitsgrad: leicht

11. Drei Linden

Bei den drei Linden fanden einst Gerichtsverhandlungen des Schwendauer Urbaramtes beziehungsweise der späteren Hauptmannschaft statt. Anlass dazu boten zumeist diverse Streitigkeiten zwischen den Urbarleuten hinsichtlich ihres Grundbesitzes. Unter dem Blätterdach wurde ein Steinaltar mit Kruzifix errichtet.

Schwierigkeitsgrad: leicht

12. Kräutergarten

„Ein Kräutergarten für alle, um altes Wissen zu lehren, Bewusstsein für die Natur zu schaffen und gelebte Tradition miteinander zu erfahren.“ Der ehemalige Hippacher Pfarrer Mag. Christoph Frischmann und engagierte Damen der Gemeinde konnten von dieser Idee nicht mehr loslassen und errichteten 2016/17 einen bunten Kräutergarten mit circa 160 Wildkräuterpflanzen.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Johann-Sponring-Brunnen aus Stein, umgeben von Bäumen, Bänken und Häusern, am Schwendauer Pfad in Tirol, Station 13 „Johann-Sponring-Brunnen“, fotografiert von Paul Wechselberger.

13. Dorfbrunnen – Johann-Sponring-Brunnen

Der Schwendauer Dorfbrunnen wurde im Jahr 1992 zum Andenken an den langjährigen Pfarrer von Hippach und Schwendau (1904–1958) errichtet: Johann Sponring. Die auf dem Brunnen angebrachte Bronzetafel zeigt sein Portrait.

Schwierigkeitsgrad: leicht

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Themenrundweg Burgschrofen

Aktiv in die Geschichte des Burgschrofens eintauchen

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